Braunschweig 

Braunschweig: Liam (11) starb bei schrecklichem Straßenbahn-Unfall – Mutter mit eindringlicher Botschaft: „Darf nicht vergessen werden“

Am 16. Januar verunglückte der elfjährige Liam bei einem Unfall mit einer Straßenbahn in Braunschweig tödlich. Sechs Monate später wendet sich seine Mutter an die Öffentlichkeit. (Archivbild)
Am 16. Januar verunglückte der elfjährige Liam bei einem Unfall mit einer Straßenbahn in Braunschweig tödlich. Sechs Monate später wendet sich seine Mutter an die Öffentlichkeit. (Archivbild)
Foto: Friederike Noske

Braunschweig. Der 16. Januar war ein Tag, an dem Braunschweig still stand. Wie Morgentau legte sich an jenem Tag ein Trauer-Schleier über die Stadt.

An jenem Donnerstag ereignete sich in Braunschweig ein tragisches Unglück. Der elfjährige Liam war gerade mit seinen Klassenkameraden auf dem Weg zum Schwimmunterricht, als er in die Gleise an der Straßenbahnhaltestelle „Siegfriedstraße“ fiel. Dort erfasste ihn eine Straßenbahn, Liam verstarb an der Unfallstelle. Ein halbes Jahr nach dem schrecklichen Vorfall hofft seine Mutter, dass er „nicht vergessen“ wird. Und sie bittet um ganz besondere Anteilnahme.

Braunschweig: Schrecklicher Unfall im Januar

Liam war gemeinsam mit 20 Schulkameraden der Astrid-Lindgren-Schule auf dem Weg zum Schwimmunterricht, als das Unglück passierte. Gegen 14.40 Uhr geriet der Junge am Bahnsteig der Straßenbahnhaltestelle „Siegfriedstraße“ ins Straucheln und fiel in die Gleise.

Just in diesem Moment fuhr eine Straßenbahn ein und erfasste den Elfjährigen. Der Fahrer sowie weitere Schüler wurden mit einem Schock notärztlich versorgt. Für Liam kam jede Hilfe zu spät.

Alles zum Unglück im Januar liest du >>> hier.

Liams Mutter bittet um Anteilnahme

Sechs Monate sind seitdem vergangen. Für Liams Familie sechs Monate mit einem Schmerz, den wohl kaum jemand nachempfinden kann. Nun hat seine Mutter einen kleinen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben. Auf Facebook schreibt sie in einer Gruppe über die Zeit ohne ihren Sohn und welche Bedeutung der Todestag für sie ein halbes Jahr später hat.

„Jede Sekunde ohne Liam tut so weh“, schreibt sie. Und sie hofft, dass am 16. Juli viele Menschen „eine Kerze an diesem schlimmen Ort für ihn hinstellen, weil es einfach nicht vergessen werden darf, was an diesem Tag passiert ist.“

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Unter dem Beitrag wollen viele Menschen dem Aufruf der Mutter folgen. Sie kündigen an, an Liam denken zu wollen und entsprechend Blumen und Kerzen an der Siegfriedstraße niederzulegen.

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Liams Mutter macht jedoch auch der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) Vorwürfe. So würden die Fahrer der Straßenbahnen teils „wie die Bekloppten“ in die Haltestelle einfahren. Sie fragt, ob erst noch ein Kind sterben müsse, bis die Bahnen mit Schrittgeschwindigkeit einfahren.

BSVG weist Vorwürfe zurück

Die BSVG betont auf Nachfrage von NEWS38, das Liams Tod ein „tragisches Unglück“ gewesen sei. Die Straßenbahnen würden bei der Einfahrt in die Haltestelle Siegfriedstraße jedoch nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren. Dies sei an der angesprochenen Stelle gar nicht anders möglich. Auch sei die Haltestelle nicht als Hot-Spot für Unfälle in Erscheinung getreten.

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Wenn du um Liam trauern möchtest, kannst du am 16. Juli eine Kerze an der Haltestelle Siegfriedstraße aufstellen. (dav)