Braunschweig 

Braunschweig: 16 Verletzte nach schwerem Straßenbahn-Unfall – Feuerwehr ist sauer: „Wieder einmal...“

Schwerer Straßenbahnunfall in Braunschweig!
Schwerer Straßenbahnunfall in Braunschweig!
Foto: Jörg Koglin

Braunschweig. In Braunschweig hat es am Donnerstag einen heftigen Straßenbahn-Unfall gegeben. Es gab mehrere Verletzte.

Gegen 13 Uhr prallten am Bohlweg mitten in Braunschweig zwei Straßenbahnen zusammen.

Braunschweig: Großeinsatz bei Tram-Crash am Bohlweg

Offiziell war die Rede von einem „Massenanfall an Verletzten“. Polizei- und Feuerwehr-Angaben zufolge gab es 16 Verletzte. Bei den Verletzten handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr Braunschweig um die beiden Fahrer der Straßenbahnen sowieso 14 Fahrgäste. Vier der Verletzten mussten demnach ins Krankenhaus gebracht werden.

Unfallstelle in Braunschweig abgesperrt

Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot an der Haltestelle Schloss vor Ort. Auch Einsatzkräfte aus Peine und Wolfenbüttel halfen mit.

Die Unfallstelle an der Ecke Waisenhausdamm / Stobenstraße wurde relativ weiträumig abgesperrt.

Zur Rettung der Verletzung und Bergung der Straßenbahnen waren mehrere Straßen im Zentrum gesperrt. Die Sperrungen betrafen vor allem den John-F.-Kennedy-Platz, den Bohlweg, den Hagenmarkt sowie die Zufahrtsstraßen in Richtung Innenstadt.

Fotos von der Unfallstelle:

Betroffen waren zwei Bahnen der Linie 1 und 2 nach Wenden beziehungsweise Heidberg. Ein Kran hob die Bahnen wieder in die Gleise.

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Keine Straßenbahnen zwischen Schloss und Wenden bzw. Siegfriedviertel

Straßenbahnen im Norden konnten nicht mehr verkehren, Bahnen zwischen Schloss und Hauptbahnhof, Stöckheim, Heidberg bzw. Weststadt und Broitzem wurden über den John-F.-Kennedy-Platz und Lessingplatz umgeleitet.

Für die Zeit der Sperrungen war ein Schienenersatzverkehr engerichtet. Die Einsatzkräfte konnten den Unfallort nach eigenen Angaben gegen 17 Uhr wieder verlassen.

Feuerwehr beschwert sich über Gaffer

Für die Feuerwehr Braunschweig lief bei dem Einsatz so weit alles gut, doch bleibt ein „fader Beigeschmack“. „Wieder einmal haben sich Gaffer unrühmlich hervorgetan und Betroffenen und Verletzte versucht, aus nächster Nähe zu fotografieren“, berichten die Braunschweiger Einsatzkräfte.

Ermittlungen zur Ursache dauern an

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist weiterhin unklar. Fakt ist: Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Denn wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet, steht auch der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung im Raum.

Am Montag erklärte die Polizei in Braunschweig auf Nachfrage von News38, dass die Ermittlungen zum Unfallhergang weiter andauerten. Aktuell warte man auf die Auswertung der Fahrtenschreiber der beiden Straßenbahnen sowie die Auswertung der Weichensignalanlage. Wann mit einem Ermittlungsergebnis zu rechnen sei, sei aktuell jedoch noch nicht absehbar. (abr/ck)

Der Artikel wurde aktualisiert.