Braunschweig 

Braunschweig: Seniorin hofft auf spätes Liebesglück – und verliert ein Vermögen

Liebe auf Knopfdruck, davon träumte auch eine 71-Jährige aus Braunschweig. Das sollte sie bitter bereuen. (Symbolbild)
Liebe auf Knopfdruck, davon träumte auch eine 71-Jährige aus Braunschweig. Das sollte sie bitter bereuen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Christian Ohde

Braunschweig. Welcher ältere Single träumt nicht davon? Im Spätherbst des Lebens noch einmal mit einem Partner glücklich werden und die letzten Jahre Hand in Hand gemeinsam mit der neuen großen Liebe verbringen.

In Braunschweig glaubte eine 71-jährige Seniorin auch an ihr großes Glück. Über das Internet lernte sie einen Mann kennen – und es funkte sofort. Beide schicken sich über Monate hinweg Nachrichten, doch statt mit der großen Liebe steht die Frau aus Braunschweig nun mit leeren Händen da – und mit leerem Konto.

Braunschweig: Frau sucht nach der Liebe und wird bitterböse enttäuscht

Das Internet und soziale Netzwerke werden für immer mehr Menschen ein wichtiges Hilfsmittel bei der Partnersuche. Online-Dating-Apps florieren. Und in Facebook-Gruppen vernetzen sich Singles aus der Region. Auch eine 71-jährige Braunschweigerin suchte übers Netz die große Liebe.

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Tatsächlich flatterte nach einiger Zeit eine Nachricht in ihr Postfach. Ein Mann schrieb sie an – und die beiden verstanden sich offenbar gut miteinander. Schnell entdeckten sie vermeintliche Gemeinsamkeiten und tauschten ihre Telefonnummern aus.

Doch statt einer glücklichen Love-Story nimmt die Beziehung ein tragisches Ende. Bereits kurze Zeit nach der ersten Kontaktaufnahme bittet der vermeintliche Liebhaber die 71-Jährige um Geld. Seine Begründung: Maschinen seien kaputt gegangen – und sein Konto aus unglücklichen Umständen eingefroren.

Darauf aufbauend strickt der Betrüger ein regelrechtes Netz aus Lügen. Mal geht es um Visa, Flüge oder Arztbesuche. Nahezu alles dabei mit dem Vorwand, dass man sich so am Ende tatsächlich in Braunschweig gegenüberstehen könnte.

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Angebliche Bilder eigener Kontoauszüge sorgten bei der Frau dafür, keinen Verdacht zu hegen. Schließlich wirkte ihre Bekanntschaft auf den Kontoauszügen äußerst liquide. Und das Geld wollte er ja zurückzahlen.

Frau aus Braunschweig verliert astronomische Summe

Über Monate überwies sie ihm immer wieder Geld. Insgesamt summierte sich der Betrag auf fast gigantische 100.000 Euro. Erst vor wenigen Tagen wurde die Braunschweigerin misstrauisch und meldete sich bei der Polizei.

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Zwar hat sie gegen den Mann Anzeige erstattet, dass sie ihr Geld jedoch jemals wiederbekommt, ist sehr unwahrscheinlich. Die Polizei Braunschweig veranlasst der Fall zu einer dringenden und pragmatischen Warnung: „Überweisen Sie Ihnen unbekannten Menschen, die Sie nie persönlich kennengelernt oder gesehen haben, kein Geld.“ (dav)