Braunschweig 

Braunschweig: Polizei kontrolliert E-Scooter im Stadtgebiet – 134 Anzeigen!

In Braunschweig ist so manch ein E-Scooter ein Dorn im Auge der Polizei. (Symbolbild)
In Braunschweig ist so manch ein E-Scooter ein Dorn im Auge der Polizei. (Symbolbild)
Foto: imago images / Overstreet

Braunschweig. Es hagelte ordentlich Anzeigen für E-Scooter-Fahrer in Braunschweig! Polizeibeamte aller Dienststellen in Braunschweig inklusive der Fahrradstaffel kontrollierten gemeinsam mit einem Team des Zentralen Ordnungsdienstes der Stadt Braunschweig zahlreiche E-Scooter.

Innerhalb der ersten 40 Minuten hatten die Beamten, die in ihrer Uniform gut zu erkennen waren, bereits zwölf Personen in der Fußgängerzone anhalten müssen. Die Fußgängerzone war zwar gut besucht, aber einige E-Scooter- und Fahrradfahrer versuchten sich einen Weg durch die Menschen zu schlängeln.

Braunschweig: Fahrer scheinen Regeln nicht zu kennen

Allein am Marstall stellten die Polizisten 56 Verstöße fest. Die E-Scooter-Fahrer befuhren verbotswidrig den Gehweg sowie die Einbahnstraße in entgegengesetzter Fahrtrichtung, wodurch sie nicht nur sich selbst Gefahren aussetzten, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Am Hagenmarkt und am Steinweg in Braunschweig waren ebenfalls etliche E-Scooter zu beobachten, die den Radweg auf der falschen Seite benutzten. Die E-Scooter haben die Radverkehrsflächen und somit die Fahrradwege zu befahren, aber eben nur in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

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Das sind E-Scooter:

  • Elektrokleinstfahrzeug, das einem Tretroller ähnelt
  • wird aber nicht durch Treten, sondern von einem Elektromotor angetrieben
  • viele E-Scooter befinden sich nicht in Privatbesitz, sondern werden von Verleihfirmen zur Verfügung gestellt
  • die leichtesten Modelle wiegen etwa 7 Kilo, die schwersten Modelle mehr als 20 Kilogramm
  • sie fahren rund 20 Kilometer pro Stunde, einige Modelle erreichen aber auch bis zu 40 km/h

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Braunschweig: 134 Anzeigen!

Die Kontrollen im Univiertel, auf dem Schlossplatz sowie am Hauptbahnhof zeigten auf, dass immer wieder zwei Personen auf den Rollern zu beobachten sind. Mit einem E-Scooter darf aber immer nur eine Person fahren!

Das scheinen die Menschen aus Braunschweig wohl nicht zu wissen. Erst kürzlich hielten die E-Scooter Einzug in der Stadt. Welche Anbieter es gibt und wie das Ausleihen genau funktioniert, erfährst du hier <<<

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Die E-Scooter sind bei den Menschen in Braunschweig nicht gern gesehen. Auf der News38-Facebookseite regen sich die Nutzer sehr darüber auf.

Hier einige Kommentare:

  • „Weg damit. Sowas braucht kein Mensch, zumal die Dinger überall hingestellt werden und auch über Zäune geworfen werden.“
  • „Ich wurde von so einem Ding fast übergefahren letzte Woche. Diese Sch*** hat nichts auf dem Gehweg zu suchen. Es laufen alte Menschen und Kinder rum.“
  • „Ein Fluch. Die stehen überall im Weg. Die können von mir aus wieder verschwinden.“
  • „Dazu fällt mir nur eins ein: Das sind Dinge die die Welt nicht braucht. Und ja davon gibt's noch viele.“

Bei einem E-Scooter-Fahrer stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Ein Test bestätigte ihren Verdacht, der Mann hatte 0,96 Promille in der Atemluft und muss sich nun in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren verantworten.

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Da es sich bei den E-Scootern um Kraftfahrzeuge handelt, gelten in puncto Alkohol die gleichen Grenzwerte und Sanktionen wie beispielsweise beim Autofahren.

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Teilweise waren den Nutzern der Fahrzeuge die rechtlichen Bestimmungen nicht bekannt. Einige räumten im klärenden Gespräch ein, sich im Vorfeld nicht ernsthaft im Vorfeld informiert zu haben. Die Polizei Braunschweig spricht von einem Verhältnis „zwischen Arglosigkeit und Unkenntnis“ und schrieb ganze 134 Anzeigen. (ldi)