Braunschweig 

Braunschweig: Weihnachtsmarkt trotz Corona-Pandemie? So könnte es aussehen

Der Weihnachtsmarkt Braunschweig startet am Mittwoch. (Archivbild)
Der Weihnachtsmarkt Braunschweig startet am Mittwoch. (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Der Weihnachtsmarkt in Braunschweig zieht alle Jahre wieder Tausende Besucher an.

Rund um den Dom verwandelt sich die Stadt dann in ein Paradies für alle Weihnachtsfans. Riesenrad, Schmalzgebäck, gebrannte Mandeln und jede Menge Kunsthandwerk – und das auf den großen Plätzen und in den kleinen Gassen.

Doch der geneigte Weihnachtsmarkt-Besucher in Braunschweig weiß auch: Der Markt wird voll! Dicht gedrängt schlürft man da seinen Glühwein, beißt in die Braunschweiger Bratwurst oder wartet auf Zuckerwatte. In Zeiten der Corona-Pandemie erscheint ein solches Szenario undenkbar.

Braunschweig: Weihnachtsmarkt in Zeiten der Corona-Pandemie?

Doch so ganz auf den Weihnachtsmarkt verzichten? Das will sich in Braunschweig wohl noch niemand so richtig vorstellen. Eine Alternative muss her – sofern das Land Niedersachsen den Plänen keinen Strich durch die Rechnung macht. Mögliche Überlegungen, wie ein corona-konformer Weihnachtsmarkt in Braunschweig aussehen könnte, werden aber bereits diksutiert.

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Ein entsprechender Antrag der SPD sollen am kommenden Freitag im Wirtschaftsausschuss in Braunschweig besprochen werden. In dem Antrag heißt es unter anderem: „Die Schaustellerbetriebe stehen durch die Folgen der Corona-Pandemie, unter anderem durch die Absage der Schützenfeste in diesem Jahr, vor schwierigsten Zeiten. Ein weiterer Einbruch bei den Weihnachtmärkten wäre für manche Betriebe das sichere Aus.“

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Deshalb müsste ein alternatives Konzept her. Auch, um die Innenstadt noch weiter zu beleben. Die SPD regt an, dass gemeinsam mit dem Schaustellerverband, dem Arbeitsausschuss Innenstadt, der Feuerwehr, der Polizei und der Alba Braunschweig ein Konzept entwickelt werden soll, wie ein Weihnachtsmarkt in Zeiten der Corona-Pandemie aussehen kann.

Überlegungen sind:

  • Ein dezentraler Weihnachtsmarkt: Heißt, dass sich der Markt über weitere Flächen erstrecken soll, um ihn zu entzerren
  • auch eine Anpassung der Standgebühren sei denkbar
  • ebenso könnten Fahrgeschäfte vorher überprüft werden, inwiefern sie überhaupt trotz Corona-Auflagen öffnen können

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Wichtig sei den Antragsstellern, dass alle bisherigen Schausteller bei den Planungen berücksichtigt würden.

Gespräche über mögliche Weihnachtsmarkt-Konzepte in Braunschweig laufen

Auch die Braunschweig Stadtmarketing GmbH hat sich bereits geäußert. Sie habe Gespräche mit dem Schaustellerverband Region Harz und Heide geführt. Dabei wurden mögliche Szenarien eines Weihnachtsmarktes bereits diskutiert. Allerdings weißt das Stadtmarketing darauf hin, dass sich keine Planungen verbindlich festlegen lassen, „da die Entwicklungen der Pandemie dynamisch und für den relevanten Veranstaltungszeitraum noch nicht vorhersehbar sind“, heißt es in der Stellungnahme.

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Am Freitag soll der Wirtschaftsausschuss über den Antrag beraten. (abr)