Braunschweig 

Braunschweig: Mutter will mit Kindern nach Mallorca in den Urlaub fliegen – und landet vor Gericht

Eine Mutter wollte mit ihren Kindern nach Mallorca in den Urlaub fliegen. Doch das passte dem Vater nicht. (Symbolbild)
Eine Mutter wollte mit ihren Kindern nach Mallorca in den Urlaub fliegen. Doch das passte dem Vater nicht. (Symbolbild)
Foto: imago images/PhotoAlto

Braunschweig. Verreisen in Zeiten der Corona-Pandemie ist nicht leicht. Lange Zeit galt der Lockdown auch für die Flughäfen in Deutschland. Als das Fliegen wieder möglich war, blieben jedoch noch einige Risikogebiete. Eine Mutter aus Braunschweig wollte im August trotzdem mit ihren beiden Kindern nach Mallorca in den Urlaub fliegen.

Doch ihre Urlaubspläne führten dazu, dass ihr Fall vor dem Oberlandesgericht in Braunschweig landete. Der Grund: Die getrennt lebenden Eltern waren unterschiedlicher Meinung, was die Urlaubsplanung in Zeiten der Corona-Pandemie betrifft.

Braunschweig: Frau will mit Kindern in den Urlaub – und landet vor Gericht

Koffer packen, die Kinder schnappen, ab an den Flughafen und ab in den Urlaub – so einfach war das für eine Mutter dann doch nicht. Der Vater, von dem sie getrennt lebte, hatte nämlich etwas dagegen.

Seiner Meinung nach waren die coronabedingten Risiken im August zu hoch. Außerdem würde durch den Urlaub sein monatlicher Umgang mit den Kindern ausfallen.

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Damit hätte er jedoch leben können... wenn die Mutter darauf verzichtet hätte, in den Urlaub zu fliegen. Statt des Flugzeugs hätte sie seiner Meinung nach nämlich auch das Auto nehmen können.

Doch das wiederum wollte die Mutter nicht, sie hielt an ihren Plänen fest. Letztendlich musste das Gericht den Beiden die Entscheidung abnehmen, denn die Eltern hatten jeweils beantragt, ihnen die Entscheidungsbefugnis in dieser Frage zu übertragen.

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Gericht in Braunschweig gibt Vater Recht

Und tatsächlich: Das Gericht in Braunschweig übertrug dem Vater die Entscheidungsbefugnis. Begründung: Die Frage nach dem Antritt der Urlaubsreise sei hier von erheblicher Bedeutung. Denn bisher sei noch nicht ausreichend geklärt. welche Ansteckungsgefahr wirklich bei Flugreisen bestehe. Außerdem gebe es keine verlässlichen Pläne bezüglich des Rückflugs.

Auch könnte eine Auslandsreise eine längere Quarantäne nach sich ziehen oder dazu führen, dass Reisende im Ausland festsitzen. Das wiederum sei eine deutliche Belastung für das seelische Wohlbefinden eines Kindes, begründet das Gericht die Entscheidung. (abr/dpa)