Braunschweig 

Braunschweig: Neues Bordell? Jetzt kontert auch DIESE Partei: „Zu viel Ungewissheit“

Kommt ein neues Bordell nach Braunschweig? In Gliesmarode gibt es Widerstand. Längst ist das Thema ein Fall für die Politik. (Symbolbild)
Kommt ein neues Bordell nach Braunschweig? In Gliesmarode gibt es Widerstand. Längst ist das Thema ein Fall für die Politik. (Symbolbild)
Foto: imago images / imagebroker

Braunschweig. Der Streit um ein geplantes Bordell in Braunschweig geht in die nächste Runde.

Jetzt mischt sich auch die CDU Braunschweig in die Debatte um den „bordellartigen Betrieb“ in Gliesmarode ein.

Neues Bordell in Braunschweig? CDU ist dagegen

„Wir werden versuchen, ein solches Etablissement an dieser Stelle der Stadt mit allen noch zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln zu verhindern“, sagt Braunschweigs CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Köster.

Es gehe nicht nur um den moralischen Schutz für Kinder und Jugendliche, sondern auch um wirtschaftlichen Schutz für Immobilieneigentümer – „wegen des zu erwartenden Trading-down-Effekts des gesamten Gebiets, wenn sich dort tatsächlich ein Bordell ansiedeln dürfte“.

Ansiedlung „rechtlich nicht zu verhindern“ – oder doch?

Die Verwaltung habe der CDU mitgeteilt, dass die Ansiedlung „rechtlich nicht zu verhindern“ sei. Köster sieht das anders und verweist auf ihm vorliegende juristische Stellungnahmen. Jetzt müsse der Weg gefunden werden, mit dem die Ansiedlung rechtssicher verhindert werden könne.

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Daher müsse sich die Verwaltung mit den Stellungnahmen auseinandersetzen.

Sie solle sich mit den Anwälten der betroffenen Anwohner und dem Eigentümer der Gewerbe-Immobilien „zum informellen Austausch“ treffen.

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Die Verwaltung der Stadt Braunschweig hatte als Alternative vorgeschlagen, den Sperrbezirk zu vergrößern. Die entsprechende Verordnung besagt, dass bestimmte Gebiete besonders schutzwürdig sind, etwa wenn Gefahren für Kinder, Jugendliche oder soziale Einrichtungen bestehen.

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Davon hält die CDU aber wenig: „Das ist nicht unsere präferierte Lösung, da in ihr zu viel Ungewissheit steckt.“ Man brauche keine vagen Aussagen, sondern Klarheit.

Zuletzt war der Protest der Anwohner des Wohngebiets „Alte Baumschule“ und der Eigentümern weiterer benachbarter Gewerbeimmobilien gegen das neue Bordell in Braunschweig lauter geworden. (ck)