Braunschweig 

Braunschweig: Verdi kündigt Streiks an – auch in Salzgitter und Wolfsburg!

Verdi hat Warnstreiks in braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter angekündigt. (Symbolbild)
Verdi hat Warnstreiks in braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter angekündigt. (Symbolbild)
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Braunschweig. Der Tarifstreit im Öffentlichen Dienst erreicht unsere Region. Die Gewerkschaft Verdi hat am Freitag Warnstreiks angekündigt. Betroffen seien Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter.

In Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter soll am kommenden Dienstag, 29. September, die Entsorgung bestreikt werden.

Warnstreik in Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter

Zum Streik aufgerufen werden folgende Beschäftigte:

  • Braunschweig: BS Energy, Agentur für Arbeit, Teile der Stadtverwaltung, Wasserschifffahrtsverwaltung, Deutsche Rentenversicherung, Stadtentwässerung, städtische Betriebe und weitere Betriebe und Dienststellen.
  • Salzgitter: WEVG (Wasser- und Energieversorgung), Eigenbetrieb 85 (Reinigung), Städtische Regiebetrieb (SRB), Rathaus, JobCenter, Abwasserentsorgung
  • Wolfsburg: Straßenreinigung, Teile der Stadtverwaltung, Wolfsburger Abfallwirtschaft, Klinikum Wolfsburg

Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller betont, dass die Aktionen coronabedingt stark auf die Betriebe selber fokussiert würden und man den Infektionsschutz hoch ansetze.

Kitas (noch) nicht vom Streik betroffen

Er weist auch darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Kitas zum Streik aufgerufen würden: „Unsere Kolleginnen in den Kitas wissen natürlich um die schwierige Situation vieler Eltern und um Eingewöhnungsphasen.“

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Man werde am Streiktag in den Kitas informieren und für Unterstützung werben. Man hoffe aber darauf, dass sich die Eltern mit den Erzieherinnen solidarisch zeigten, wenn diese für ihre verantwortungsvolle Arbeit ein paar Prozente mehr erwarten.

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Das fordert Verdi

Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Wer die Einkommen von Müllwerkern, Erzieherinnen, Krankenpflegern und Verwaltungsangestellten kenne, wisse, dass diese nicht mehr konkurrenzfähig seien, so die Gewerkschaft.

Öffentlicher Dienst: Noch kein Angebot der Arbeitgeber

„Nicht wir wollten jetzt diese Tarifrunde, es waren die Arbeitgeber. Wir hatten eine Einmalzahlung und eine Verschiebung nach 2021 vorgeschlagen“, so Wertmüller vor dem Warnstreik in Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter.

Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Verdi will ÖPNV lahmlegen

Am Vormittag wurde außerdem bekannt, dass Verdi bundesweit am kommenden Dienstag den Öffentlichen Nahverkehr lahmlegen will. >> Alle Infos dazu gibt es hier! (ck)