Braunschweig 

Braunschweig: Hannah will Miss Germany werden – du glaubst nicht, was sie bereits mit der Eintracht erlebt hat

Kämpft um den Titel zur Miss Germany und hat ihre Wurzeln in Braunschweig: Hannah Bürmann.
Kämpft um den Titel zur Miss Germany und hat ihre Wurzeln in Braunschweig: Hannah Bürmann.
Foto: Privat

Braunschweig. „Mein Leben ist nicht immer so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe“, sagt Hannah Bürmann. Wenn jetzt alles nach Plan läuft, könnte die 26-Jährige bald die Sektkorken knallen lassen: Sie kämpft um die Krone zur Miss Germany. Aktuell lebt und arbeitet sie in Berlin, mit der Region 38 – insbesondere mit Salzgitter, Peine und Braunschweig – verbindet sie jedoch ein starkes Heimatgefühl.

news38.de gegenüber erzählt die junge Frau, warum ihr die Region so viel bedeutet. Besonders ein Erlebnis mit Eintracht Braunschweig wird sie wohl nie vergessen.

Braunschweig: Hannah will Miss Germany werden

Zum Jahresbeginn 2020 sitzt Hannah mit mehreren Freundinnen zusammen. „Wir haben uns gefragt: Was wollen wir machen, wenn wir keine Angst hätten, wie andere reagieren? Ich habe gesagt, dass ich gern einmal bei Miss Germany mitmachen würde. Auch, weil es dort eben nicht mehr nur um klassische Schönheitsideale geht, sondern um Frau, die eine Geschichte zu erzählen haben, die anderen jungen Frauen etwas mitgeben können“, erinnert sich Hannah. „Ich wollte mit meiner Lebensgeschichte anderen zeigen: Es klappt nicht immer alles. Auch wenn es Rückschläge gibt, muss man weiter an sich glauben und es einfach durchziehen.“

Hannah bewirbt sich im Mai an ihrem Wohnort auf die Wahl zur Miss Berlin. Im Online-Ranking von 15.000 Bewerberinnen landet sie am Ende auf Platz elf. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Traum von der Miss Germany eigentlich schon fast beendet gewesen. Zum Shooting werden lediglich die Top-10 eingeladen. Doch diesmal ist das Schicksal auf Hannahs Seite. Ende August bekommt sie einen Anruf: Weil eine andere Kandidatin ausfällt, darf sie doch zum Casting nach Hamburg.

Region38 ist ihr Anker

Dann ging alles ganz schnell. Shootings mit Tamaris, C&A und Cosmopolitan stehen auf der Agenda. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn es für mich jetzt noch weiter geht.“ Der nächste Schritt wäre für Hannah die Wahl zur Miss Berlin. Anfang nächsten Jahres stünde dann die Wahl zur Miss Germany an.

Die Region38 ist für Hannah in ihrem Leben dabei wie ein Bumerang. Oder vielmehr: Hannah selbst ist der Bumerang. Denn irgendwie führt sie ihr Weg immer wieder in die niedersächsischen Städte und Gemeinden. Geboren in Hannover ziehen ihre Eltern später in den Landkreis Peine. Dort macht die 26-Jährige ihr Abitur, beginnt ein Studium in Flensburg, kehrt nach zwei Semestern wegen einer schweren Reitverletzung und drohendem BAföG-Verlust zurück nach Braunschweig.

In Wolfenbüttel beginnt sie erneut zu studieren, scheitert aber kurz vor der Bachelorarbeit an einer Prüfung. Für mehrere Monate geht sie nach Australien – um im Anschluss in Salzgitter Sportmanagement zu studieren. Ende 2019 dann der Umzug nach Berlin für ein Uni-Praktikum.

Oft gescheitert und immer wieder neu gestartet

Schnell merkt man: Mit 26-Jahren hat Hannah schon viel erlebt. „Es gab immer wieder Phasen, in denen ich dachte, ich sei auf einem guten Weg. Und dann kam ich in Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass es nicht weiter geht, ich wieder von vorne anfangen muss.“

Nicht nur beruflich, auch gesundheitlich hat Hannah einiges einstecken müssen. „Ich hatte Probleme mit meinem Bauch und Hautprobleme. Bei mir wurde Endometriose festgestellt, viele Ärzte konnten mir nicht helfen. Das war in der Zeit natürlich ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht.“ Unterkriegen lassen hat sich die gebürtige Hannoveranerin davon nie.

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Dabei habe ihr auch ein morgendliches Ritual geholfen: „Bevor ich loslege und den ersten Fuß aus dem Bett setzte denke ich immer daran, was ich alles schon erreicht habe und wie dankbar ich eigentlich für mein Leben sein muss.“

Kurioses Erlebnis mit Eintracht Braunschweig

Vor allem mit Braunschweig verbindet Hannah viele schöne Erinnerungen. „Ich bin noch sehr oft in der Stadt und finde es total schön in der Region.“ Ein besonders kurioses Erlebnis verdankt sie dabei Eintracht Braunschweig.

Durch einen Zufall landete sie damals bei Radio Okerwelle, moderierte dort zwischenzeitlich eine Fan-Sendung – und wurde einmal ziemlich eiskalt erwischt: „Ich musste einspringen und im Radio das Fußballspiel Greuther Fürth gegen Eintracht Braunschweig kommentieren. Es ist wirklich überhaupt nichts passiert, beide Mannschaften standen sich gefühlt 90 Minuten lang an der Mittellinie gegenüber. Und ich saß da, ins kalte Wasser geworfen, und musste ja 90 Minuten irgendwie die Hörer unterhalten“, lacht Hannah und ergänzt: „Damals hat mich glücklicherweise mein Kollege Frank als Hauptmoderator gerettet“

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Für sie geht es im Rennen um den Titel zur Miss Berlin nun in den Enspurt. Ab Montag (5. Oktober) ist die Online-Abstimmung noch einmal für drei Tage geöffnet. Spätestens dann weiß Hannah, ob ihre Reise zur Miss-Germany-Wahl noch weiter geht. (dav)