Braunschweig 

Braunschweig: Anstelle von Galeria Kaufhof – so könnte der Bohlweg aussehen

Ende Oktober verabschiedet sich Galeria Kaufhof vom Bohlweg aus Braunschweig. Architekturstudierende der TU Braunschweig haben schon Zukunftvisionen – wenn auch rein fiktiv... (Archivbild)
Ende Oktober verabschiedet sich Galeria Kaufhof vom Bohlweg aus Braunschweig. Architekturstudierende der TU Braunschweig haben schon Zukunftvisionen – wenn auch rein fiktiv... (Archivbild)
Foto: imago images / imagebroker

Braunschweig. Galeria Kaufhof am Bohlweg in Braunschweig ist in seinen letzten Monat gestartet. Ende Oktober ist Schluss.

Aber was passiert dann? Was wird aus dem markanten Gebäude mitten in Braunschweig und dessen streitbarer „Horten-Raute“? Fest steht, dass nichts feststeht.

Braunschweig: Studierende entwerfen neuen Bohlweg

Immerhin gibt es bereits Visionen, wenngleich diese rein fiktiv sind. Architekturstudierende der TU Braunschweig haben Modelle entworfen, die aufzeigen, wie es künftig am jetzigen Galeria Kaufhof-Standort aussehen könnte.

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BDA lobt Preis aus – und dann schließt Galeria Kaufhof

Der „Bund Deutscher Architekten Braunschweig“ (BDA) hatte zum ersten Mal den Leo-Preis ausgelobt. Als „Ferienentwurf“ sollten die Studierenden das jetzige Gebäude „gedanklich entfernen, um einen vielseitig nutzbaren, urbanen Ort neuer Qualität zu schaffen“.

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Damals stand noch gar nicht fest, dass Galeria Kaufhof in Braunschweig schließen muss und dessen Mitarbeiter ihren Job verlieren werden. Der BDA bedauert das sehr. Am Ende gab es acht Entwürfe; drei von ihnen wurden jetzt ausgezeichnet.

Braunschweig: So könnte der Bohlweg aussehen

Gewonnen hat das Modell von Sophia Becker und Bastian Urban. Sie würden zwischen dem Bohlweg und dem Magniviertel gleich fünf neue Gebäude bauen.

Bilder des Gewinner-Entwurfs:

Ins Erdgeschoss sollen Geschäfte kommen, darüber soll Wohnraum entstehen. An der Ecke soll es einen Turm mit begrüntem Geschoss geben.

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Das Modell von Julius Maichle und Bijan Nadjafian landete auf dem zweiten Platz. Sie schlagen zwei Baukörper vor – eine Zeile und ein L-förmiges Gebäude.

Dieses Modell wurde Zweiter:

Sie planen klare Durchgänge und einen dreieckigen Pavillion.

Mutiger Entwurf landet auf drittem Platz

Erwin Kent Molenkamp und Jan Schellhorn haben eine ganz andere Vision – und bekamen dafür den Anerkennungspreis. Sie wollen ihren hohen Neubau direkt neben das Schloss rücken.

Der dritte Preis ging an diesen Entwurf:

Dafür müsste die Georg-Eckert-Straße verändert werden. Durch Sichtröhren – eigentlich Treppenhäuser – könnte man einige markante Punkte von Braunschweig sehen.

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Der BDA weist aber im gleichen Atemzug darauf hin, dass es sich bei der Aufgabe um reine Fiktion handelt. Nichts sei mit dem Eigentümer der Kaufhof-Immobilie abgesprochen worden – insofern werde auch keiner der Entwürfe jemals umgesetzt. (ck)