Braunschweig 

Braunschweig: Irre Pläne für das Ringgleis – hängt DAS bald an der Graffiti-Brücke?

Das Ringgleich an der Graffitibrücke soll in neuem Licht erstrahlen.
Das Ringgleich an der Graffitibrücke soll in neuem Licht erstrahlen.
Foto: Stadt Braunschweig

Braunschweig. Beschlossene Sache: Der Bereich um die Graffiti-Brücke unter der Münchstraße in Braunschweig bekommt ein neues Gesicht. Ein ziemlich blumiges, um genau zu sein.

Ab 2021 soll dem Angstraum die Dunkelheit genommen werden. Mit dafür sorgen sollen teils zehn Meter hohe Lichtblumen. Kostenpunkt für die Neuerungen: 229.000 Euro. Die Kosten werden zu zwei Dritteln aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert.

Braunschweig: Ringgleis galt als Angstraum, das soll sich ändern

Bereits am 22. September hat der Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet und der Planungs- und Umweltausschuss den Vorschlag der Verwaltung befürwortet. Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer erklärt die Bedeutung des Bereichs am Ringgleis: „Neben zahlreichen Fußgängern und Radfahrern, die das Ringgleis, den beliebten Freizeitweg auf der ehemaligen Industriegleistrasse, täglich an dieser Stelle passieren, nutzen auch viele Jugendliche den Bereich als Erweiterung des Jugendplatzes, sodass dieser zu einem beliebten Aufenthaltsort geworden ist."

Seit 2012 befinden sich zahlreiche Graffitis an den Wänden der Brücke – völlig legal. Der Verein „The Bridge e.V.“ machte den Bereich zum Veranstaltungs- und Begegnungsort. Da der Ort aber teils als Angstraum wahrgenommen wurde, schrieb die Stadt 2017/18 einen Ideenwettbewerb aus. Den Zuschlag erhält nun das Büro Bredelau+Holik aus Braunschweig.

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Lichtblumen sollen bis zu 10 Meter in die Höhe ragen

Das Konzept des Architektenbüros sieht eine „Lounge mit einer Graffiti-Ausstellung“ vor. Fünf und zehn Meter hohe Lichtblumen sollen von der Brücke aus zu sehen sein. Auch auf dem Boden und an der Brückendecke wird das „florale Muster“ zu finden sein. Ein Blumen-Kronleuchter wird unterhalb der Brücke aufgehängt.

„Neben der Beleuchtung durch die leuchtenden Kunstobjekte, werden die Wände der Brücke mit acht Wandstrahlern, so genannten Wallwashern, ausgeleuchtet, um die Graffiti in Szene zu setzen und zusätzlich für Sicherheit zu sorgen“, beschreibt die Stadt die Neugestaltung.

In Abstimmung mit dem Behindertenrat ist eine Rampe südlich der Brücke vorgesehen, um eine barrierefreie Querung der Straße in Richtung Soziokulturellem Zentrum zu ermöglichen. Der Bereich der Gedenkstätte eines im Jahr 2014 verunglückten Jugendlichen ist nicht Bestandteil der Umgestaltung und bleibt weiterhin unangetastet bestehen. (mb)