Braunschweig 

Braunschweig: Mann baut meterhohe Betonmauer in seinen Garten – Nachbar wütend: „DDR-Mauer“

In Braunschweig hat ein Mann plötzlich eine graue Schallschutzmauer in seinen Garten gebaut – zum Ärger des angrenzenden Nachbarn.
In Braunschweig hat ein Mann plötzlich eine graue Schallschutzmauer in seinen Garten gebaut – zum Ärger des angrenzenden Nachbarn.
Foto: Privat

Braunschweig. Kleine Meinungsverschiedenheiten unter Nachbarn sind in den meisten Wohngebieten Deutschlands ja quasi alltäglich.

In Braunschweig hat ein Mann eine fast zwei Meter hohe Betonmauer in seinen Garten gebaut, um sich von seinem Nachbarn abzugrenzen. Der findet die Aktion total übertrieben...

Der Mann aus Braunschweig stört sich an der klobigen Grenzmauer – doch er ist komplett machtlos.

Der „Mauer-Bauer“ dagegen hat gegenüber news38.de bereits seine Sicht der Dinge präsentiert. >> Braunschweig: „DDR“-Betonmauer trennt Gärten – Nachbar: „Kind ist ein Schreihals“

Braunschweig: Mann baut plötzlich Lärmschutzwall in Garten

Eine beschauliche Siedlung in Braunschweig-Völkenrode – hier reihen sich gepflegte Gärten und Reihenhäuser aneinander. Doch eins stört den Blick: In einem Garten steht seit kurzem eine knapp zwei Meter hohe Betonmauer, die ihn von dem anderen trennt.

----------------------

Das ist die Stadt Braunschweig:

  • liegt im Südosten von Niedersachsen
  • ist die zweitgrößte Stadt in dem Bundesland nach Hannover
  • hat 19 Stadtbezirke und 249.406 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Oberbürgermeister ist Ulrich Markurth (SPD)

------------------------

Der Zweck: Lärmschutz! So störten sich die Bauherren offenbar an dem Lärm des zweijährigen Sohnes der Nachbarn, der im Sommer öfter draußen im Garten spielte.

„Da ging es los, wenn der kleine Mann im Planschbecken Spaß hatte und gequietscht hat, dass man genervtes Stöhnen von nebenan hörte“, erklärt der Mann, der mit seiner Familie auf der anderen Seite der Mauer lebt.

Sein Nachbar hat auf die Vorwürfe reagiert und erklärt seine Beweggründe für den Bau der Mauer. Tatsächliche habe er den Kinderlärm abhalten wollen (mehr zu seinen Äußerungen kannst du hier lesen).

Die Hecke zuvor war scheinbar nicht genug Trennung – die spezielle Schallschutzmauer soll nun über 12 Dezibel abhalten, „um möglichst viel Kinderlärm zu dämpfen“.

Dabei sieht das Gebilde allerdings sehr unangenehm aus, findet der Familienvater: „Wie die ehemalige DDR-Mauer; im grauen Beton-Look – schrecklich.“ Ein derber Bruch in der gepflegten Garten-Reihe.

+++ Braunschweig: Irre Pläne für das Ringgleis – hängt DAS bald an der Graffiti-Brücke? +++

Braunschweig: „Wohnen ja nicht auf dem Friedhof“

Für den Nachbar ist das Verhalten seiner Nebenbewohner unverständlich, schließlich „wohnen wir hier ja nicht auf dem Friedhof“. Dabei, so sagt der Auftraggeber der Mauer, habe er seinen Nachbarn in Kenntnis gesetzt.

Auch wenn der Bau durch die Nachbarn angekündigt wurde, ist der Hauseigentümer auf der anderen Seite der Mauer machtlos gegen die Maßnahme, muss mit der grauen Betonwand erstmal leben. So hatte sich der Betroffene an das Bauamt und die Niedersächsische Bauverordnung gewandt, aber: „Rechtlich können die das so machen.“

-----------------------

Mehr News aus Braunschweig:

---------------------

Selbst wenn die Familie die graue Wand lackieren wollen würde, müsste sie das selbst zahlen. Vielleicht darf sich stattdessen der zweijährige Sohn – und offizieller Grund für die Betonmauer – mit seinen Malstiften an dem grauen Ungetüm ausleben, überlegt sein Vater gegenüber News38. Sein Nachbar hatte ihn bereits Ideen mitgeteilt, wie er die Mauer verschönern kann.

>> Braunschweig: „DDR“-Betonmauer trennt Gärten – Nachbar: „Kind ist ein Schreihals“

Bis dahin ist eins für ihn klar: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Braunschweig eine hässlichere, graue Mauer gibt.“