Braunschweig 

Braunschweig/Peine: Schülerin will Zeugnis wegen Corona anfechten – das Gericht entscheidet eindeutig

Braunschweig: Die Schülerin war mit ihrem Zeugnis nicht zufrieden und zog vor das Verwaltungsgericht. (Symbolbild)
Braunschweig: Die Schülerin war mit ihrem Zeugnis nicht zufrieden und zog vor das Verwaltungsgericht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Shotshop

Braunschweig/Peine. Allein zu Hause lernen, den Lehrer nur über den Computer erreichen können? Zugegeben, wegen der Corona-Pandemie ist die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen für alle Schüler ein wenig anders abgelaufen als bekannt.

Eine Schülerin aus Peine hielt den Unterricht an ihrer Realschule unter diesen Umständen für „unzureichend“ – und hat deswegen vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig ihr Zeugnis anfechten wollen. Jetzt liegt die Entscheidung des Gerichts dazu vor.

Braunschweig: Schülerin klagt nach Abschlussprüfung – so urteilt das Gericht

Der Vorwurf: Sie sei „nicht ausreichend auf die Abschlussprüfungen“ vorbereitet gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Braunschweig. Ihrer Ansicht nach hätte die Schule außerdem die Umstände bei der Notenvergabe berücksichtigen müssen.

Daher sei es nicht in Ordnung, dass die Schule ihr nur den Realschulabschluss und nicht den Erweiterten Sekundarabschluss zuerkannt habe. Dafür hätte sie in den Pflichtfächern Deutsch, Englisch und Mathe mindestens ein „befriedigend“ erreichen müssen. Die gelang der Schülerin allerdings nur in Mathe, in den Sprachen musste sie sich mit einem „ausreichend“ begnügen.

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Braunschweig: Das ist die Entscheidung des Amtsgerichts

Blöd gelaufen für die Schülerin. Ein Urteil des Amtsgerichts könnte ihren Notenschnitt möglicherweise noch etwas aufpolieren. Doch dort wurde entschieden: Keine Chance. Die Prüfung und die Noten seien nicht zu beanstanden.

Angebliche Mängel im Unterricht und Vorbereitung habe die Schülerin erst nach der Zeugnisvergabe gemeldet – nach Ansicht des Gerichts deutlich zu spät, sie hätten vor den Prüfungen angezeigt werden müssen.

Schule handelt korrekt

Hinzu komme, dass die Schülerin mögliche Beeinträchtigungen während der Pandemie „grundsätzlich hinnehmen“ müsse, so das Gericht.

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Als die Schulen geschlossen waren, hätten die Schüler an der Realschule über Online-Unterricht und umfangreiche Kontaktmöglichkeiten zudem stets in Verbindung mit den Lehrern gestanden. Ein „gesteigertes Maß an Selbstdisziplin und Eigeninitiative“ seitens Jugendlichen sei außerdem zu erwarten gewesen.

Ein unbefriedigende Nachricht für die Schülerin, die nun noch Beschwerde gegen die Entscheidung beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen kann. (vh)