Braunschweig 

Braunschweig: Neue Pläne für den Hagenmarkt – eine Initiative fordert jetzt DAS

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Braunschweig. In Braunschweig gibt es Widerstand gegen die Pläne, den Hagenmarkt umzugestalten.

Die Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) hat etwas dagegen – der grüne Hagenmarkt dürfe nicht zerstört werden, heißt es in einer Mitteilung.

Braunschweig: BIBS gegen Hagenmarkt-Pläne

Hintergrund: Die Stadt Braunschweig möchte die nach Sturmtief Xavier im Jahr 2017 noch stehengebliebenen Robinien fällen und durch andere Baumarten ersetzen – „um ein einheitliches Grünraumkonzept für die Innenstadt zu entwickeln“, hieß es.

Für die BIBS ist das ein Unding: Es bestehe geradezu die Pflicht, die gefällten Robinien zu ersetzen. „Diejenigen Robinien, die standfest geblieben sind, wären als Naturdenkmale auszuzeichnen“, schreibt die Fraktion.

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Die Robinie sei zum Baum des Jahres 2020 ernannt worden. „Es bietet sich also an, wieder 20 bis 30 mittelgroße Robinien – den vorhandenen Platz umrahmend und Haushaltsmittel sparend – nachzupflanzen“, so BIBS.

Mehr Außengastronomie am Heinrichsbrunnen?

Auch der Plan der Stadt, der Außengastronomie am Heinrichsbrunnen mehr Platz einzuräumen, stößt bei der Bürgerinitiative auf Kritik.

Die bisher etwas mehr als 200 Freisitzplätze für kommerzielle Nutzung reichten völlig aus. „Damit kann dieser Park wie in den letzten 38 Jahren weiterhin nichtkommerziell von aller Welt genutzt und genossen werden“, heißt es.

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Aus Sicht der BIBS-Fraktion ist das Bedürfnis nach grünen Plätzen sowohl von Besuchern als auch von Bewohnern in Braunschweig größer denn je. Der Park am Hagenmarkt trage sowohl zur CO2-Senkung als auch zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

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Braunschweig: Neuer Hagenmarkt – Meinungen gespalten

Zuletzt hatte es auch schon Kritik von Geschäftsinhabern an den Plänen gegeben. Vor allem daran, dass der Rasen um den Heinrichsbrunnen einer Naturstein-Deckschicht weichen soll.

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So werde ein weiterer grüner Platz in der Innenstadt „versiegelt“. Andere wiederum loben die Pläne, wie du in der „Braunschweiger Zeitung“ nachlesen kannst.

Noch ist der Entwurf für den neuen Hagenmarkt gar nicht final. Die Stadt Braunschweig will eine Vorlage für die politischen Gremien stellen. Die wiederum können darüber abstimmen. Sollten sie die Pläne bejahen, würde die Verwaltung im kommenden Jahr die Planungen vorantreiben – und ab 2022 den Hagenmarkt dann umbauen. (ck)