Braunschweig 

Braunschweig: Wieder Attacken auf Enten am Inselwall? Tierschützer mit überraschender Aussage!

Im Sommer soll es eine Attacke auf Enten im Inselwallpark in Braunschweig gegeben haben. Jetzt sprechen Tierschützer Klartext! (Symbolbild)
Im Sommer soll es eine Attacke auf Enten im Inselwallpark in Braunschweig gegeben haben. Jetzt sprechen Tierschützer Klartext! (Symbolbild)
Foto: imago images / Marcel Lorenz

Braunschweig. Werden im Inselwallpark in Braunschweig wirklich Enten gequält?

Das ist schwer zu verifizieren – offiziell gibt es nur einen Hinweis. Ein Mann aus Braunschweig hatte eine Online-Anzeige erstattet. Das war im Sommer.

Braunschweig: Enten am Inselwall gequält?

Er habe in der Nähe des Spielplatzes Kinder gesehen, die absichtlich Dreck und Steine auf die Enten am Inselwallpark geworfen hätten. Tatsächlich wurde ein verletztes Entenküken gefunden.

„Das Bein war gebrochen. Der Tierarzt musste das Küken leider einschläfern“, sagte Braunschweigs Polizeisprecher Dirk Oppermann news38.de am Donnerstag. Dass die Verletzungen der Mini-Ente wirklich von einer Gewalteinwirkung stammten, habe sich nie nachweisen lassen.

„Wir haben den Hinweis aber sehr ernst genommen. Meine Kollegen waren mehrmals vor Ort“, so Oppermann. Dass Enten am Inselwallpark absichtlich verletzt würden, hätten die Polizisten aber nicht feststellen können.

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Ähnliche Töne kommen von der Stadt Braunschweig: „Konkrete Vorkommnisse in Bezug auf die Enten konnten bisher nicht beobachtet werden. Sollte entsprechendes Fehlverhalten festgestellt werden, wird eingeschritten“, hieß es im September.

Kritik an Stadt Braunschweig – Tierschützer distanzieren sich

Das Online-Portal „RegionalHeute“ hatte zuletzt von einem mutmaßlichen zweiten Fall berichtet und sich dabei auf eine angebliche Tierschützerin berufen. Diese übte auch Kritik an der Stadtverwaltung. Man sehe zu bestimmten Tierarten keinen Handlungsbedarf, behauptete sie.

Die Stadt Braunschweig wollte das auf news38.de-Nachfrage nicht kommentieren. Weder die Grundlage noch die Begründung seien klar. Ganz klar positionieren sich die Vereine „Stadttiere Braunschweig“ und „Stark für Tiere“ – für sie hatte die Frau angeblich gesprochen. Inzwischen hat das Portal die Vereinsnamen auf ihren Wunsch entfernt.

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Die Vereine distanzieren sich ausdrücklich von den Aussagen, die die angebliche Tierschützerin gegenüber in Bezug auf die Stadtverwaltung getätigt hat. „Sie ist sehr engagiert in ihren Themen, schießt aber häufig über das Ziel hinaus. Daher ist sie auch kein Mitglied in unserem Verein und somit auch nicht befugt, für uns sprechen“, hieß es. „Das haben wir ihr auch bereits mehrmals mitgeteilt.“

Im Gegenteil, beide Vereine, die sich unter anderem im Taubenschutz engagieren, seien erfreut über die grundsätzlich guten und konstruktiven Gespräche mit der Stadtverwaltung. Seit vielen Jahren hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins „Stadttiere Braunschweig“ Ausnahmegenehmigungen vom Fütterungsverbot, um verletzten Tauben helfen zu können.

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Braunschweig erlaubt kontrolliertes Tauben-Füttern

Auch das kontrollierte Füttern der Stadttauben habe die Stadtverwaltung aus Tierschutzgründen dem Verein über eine Ausnahmegenehmigung gestattet. Im Sommer habe die Stadt schließlich angekündigt, betreute Taubenschläge zu errichten.

Die ersten Planungen hierzu seien bereits in Arbeit. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Stadtverwaltung und sehen überhaupt keinen Grund zu unterstellen, sie sei handlungsunfähig“, hieß es am Donnerstag.

„Darüber hinaus wären wir sogar froh, wenn andere Städte sich ein Beispiel an Braunschweig nehmen würden“, lässt auch der „Verein Stark für Tiere“ verlauten. „Zahlreiche deutsche Städte sind allein von den Ansätzen nämlich noch sehr weit entfernt.“ (ck)