Braunschweig 

Penny in Braunschweig: „Corona-Staffelstab“ an der Kasse? Das sagt der Discounter

Bei Penny in Braunschweig sorgte eine Beobachtung bei einem Kunden für Fragezeichen. (Symbolbild)
Bei Penny in Braunschweig sorgte eine Beobachtung bei einem Kunden für Fragezeichen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Braunschweig. Die Corona-Infektionszahlen steigen rasant an – auch in Niedersachsen. Ab Montag müssen Restaurants und Kneipen schließen, der Einzelhandel bleibt unter Hygieneauflagen weiter geöffnet.

Gerade jetzt, wo die Zahlen wieder steigen, machte der Kunde eines Penny-Marktes in Braunschweig an der Kasse eine Beobachtung, die ihn zurückzucken ließ.

Penny in Braunschweig: Warentrenner auf dem Kassenband

Er wunderte sich, dass bei Penny in Braunschweig weiter Warentrenner auf dem Kassenband genutzt werden. Schließlich fassen mitunter Hunderte Kunden die dreieckigen Trenner am Tag an.

Er hat sogar ein eigenes Wort dafür parat, das unter seinem Facebook-Beitrag für Schmunzeln sorgt: „Corona-Staffelstab“. Wir haben bei Penny nachgefragt, warum die Warentrenner auch weiter im Einsatz sind.

Penny in Braunschweig: Kunde schreckt vor „Coronastaffelstab“ zurück

Mit seinem Facebook-Beitrag hat der Penny-Kunde auf jeden Fall einige Diskussionen losgetreten. Das Wort „Corona-Staffelstab“ wird von einer Nutzerin sogar zum „Unwort des Jahres“ vorgeschlagen.

Die meisten gehen jedoch nicht davon aus, dass es durch die Trenner ein großes Infektionsrisiko gibt.

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Das ist Penny:

  • wurde 1973 gegründet, Zentrale in Köln
  • rund 2.135 Filialen in Deutschland
  • gehört zur Rewe Group
  • 2007 massive Expansion durch Übernahme von Plus-Filialen
  • Umsatz 2018: rund 12,4 Milliarden Euro
  • noch in sechs weiteren Ländern in Europa tätig (Italien, England, Frankreich, Ungarn, Spanien, Tschechien)

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Andere sind jedoch auch der Überzeugung, dass man eigentlich darauf verzichten könne, weil durch den Abstand der Kunden zueinander auf dem Kassenband genügend Platz entstehe.

So sieht es auch die Berufsgenossenschaft Handle und Warenlogistik: „Aufgrund der Mindestabstände von 1,5 Metern ist die Verwendung von Warentrenner auf dem Kassenband nicht mehr notwendig. Wenn die Mindestabstände eingehalten werden, brauchen die Waren der unterschiedlichen Kunden nicht mehr durch Warentrenner getrennt zu werden.“

Penny verweist auf Studie

Penny verweist auf news38.de-Anfrage auf eine Einschätzung des Bundesinstitut für Risikobewertung. Dort heiße es: „Für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege.“ Der Schutz der Mitarbeiter und Kunden habe für den Discounter „oberste Priorität“.

Andere Einzelhändler haben die Warentrenner hingegen aus ihrem Kassenbereich entfernt. Darauf weist auch der Penny-Kunde in seinem Beitrag hin. Er schreibt: „Bei Real hat man sie bereits verbannt.“

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Tatsächlich finden sich dort bereits seit dem Frühjahr keine Trenner mehr. Real erklärt auf Anfrage: „Durch diese einfache Maßnahme können wir das Einkaufen sowohl für unsere Kunden, als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch sicherer gestalten.“ (dav)