Braunschweig 

Braunschweig: Obdachlose leiden unter der Corona-Pandemie – so will die Stadt helfen

Auch Obdachlose in Braunschweig trifft die Corona-Krise hart. Die Stadt hilft. (Symbolbild)
Auch Obdachlose in Braunschweig trifft die Corona-Krise hart. Die Stadt hilft. (Symbolbild)
Foto: imago images / Lichtgut

Braunschweig. Menschen, die in Braunschweig auf der Straße leben müssen, haben es ohnehin schon sehr schwer. Doch durch die Corona-Krise wächst bei vielen nun auch noch die Sorge, dass die Hilfsangebote weniger werden.

Die Stadt Braunschweig will den Obdachlosen in der Pandemie helfen.

Braunschweig: Obdachlose leiden unter Corona-Krise

In Braunschweig leben derzeit rund 180 Menschen in Obdachloseneinrichtungen – die Zahl derer, die auf der Straße leben, liegt im Dunkeln. Aber die Zahl sei laut Stadt leicht rückläufig.

Stadtsprecher Adrian Foitzik berichtet: „Die Auslastung der Einrichtungen liegt derzeit bei rund 71 Prozent. Es können also noch Personen aufgenommen werden.“ Auch während der Corona-Pandemie.

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Durch die Krise sei die Zahl der Plätze in den Obdachloseneinrichtungen verändert worden und es musste umstrukturiert werden, so Foitzik. In den Noträumen seien die Schlafplätze so angelegt worden, dass die Mindestabstände gewahrt werden können. Außerdem erhalte jeder Bewohner eine eigene neue Matratze mit Bettzeug und zusätzlich einen Mund-Nasen-Schutz und Seife.

„Alle Bewohner werden unterrichtet und bezügliche der Pandemie aufgeklärt“, so Foitzig. Besuche sollen derzeit aber vermieden werden.

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Hier bekommen Obdachlose warme Mahlzeiten und Getränke

Diese Wohnungsloseneinrichtungen und Beratungsstellen gibt es unter anderem in Braunschweig:

  • Diakonieheim Am Jödebrunnen
  • Haus Braunschweig (Wohnheim für suchtgeschädigte Menschen)
  • Betreutes Wohnen am Pippelweg.
  • Caritas
  • Diakonie
  • Straffälligenhilfe
  • DRK
  • DROBS

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Nach der Absage des traditionellen Weihnachtsessens für Bedürftige in diesem Jahr wegen Corona war die Sorge, weitere Hilfsangebote könnten gekürzt werden, groß. Die Stadt verweist hier auf den Tagestreff „Iglu“ (Wilhelmstraße 85) der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten. „Hier bekommen Wohnungslose einen Mahlzeit und heiße Getränke, können duschen und Wäsche waschen.“ (fno)