Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Ultras wütend! „Der Irrsinn geht weiter“

Die Ultras vonEintracht Braunschweig erheben schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft.
Die Ultras vonEintracht Braunschweig erheben schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft.
Foto: imago images / Picture Point

Braunschweig. Ärger im Block! Aus den Reihen der Ultras von Eintracht Braunschweig werden schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft Braunschweig laut.

Diese hat einen Strafbefehl erlassen, die Ultras fühlen sich deswegen diskriminiert. Die „Kriminalisierung“ von Eintracht-Braunschweig-Fans würde hier herangetrieben werden – alles nur wegen einer Fahne?

Eintracht Braunschweig: Ärger im Block! Was geschah unter der Blockfahne?

Was war passiert? Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat offenbar ein Strafverfahren gegen Anhänger der Ultra-Szene von Eintracht Braunschweig eingeleitet. Dabei spielt eine Fahne, die im Block 9 des Eintracht Stadions ausgebreitet wurde eine entscheidende Rolle.

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„Der Irrsinn geht weiter, Strafverfahren wegen zeigen einer Blockfahne!“, schreibt die Fan-Organisation „Blau-Gelben-Hilfe“. Ihnen fehle jedes Verständnis für das Vorgehen der Braunschweiger Staatsanwaltschaft und des hiesigen Amtsgerichtes. „Diese versucht die Kriminalisierung von Eintracht-Fans weiter voranzutreiben, indem sie das bloße Vorbereiten einer Blockfahne als Straftatbestand ahnden will.“

Die Blockfahne selbst scheint allerdings gar nicht das Problem beziehungsweise der eigentliche Straftatbestand zu sein.

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Staatsanwaltschaft: „Hissen“ der Blockfahne selbst ist keine Straftat

Entscheidend ist für die Staatsanwaltschaft Braunschweig, was sich unter der Blockfahne abspielte. Im Strafbefehl heißt es: „Dies nutzten zwei unbekannte Beteiligte aus und vermummten sich unter der Fahne“. Anschließend hätten die Unbekannten die Videokamera im Block zugeklebt.

Wenn nötig müsse Gericht nun klären, ob die Beschuldigten tatsächlich wussten oder zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass die Kamera im „Schatten der Blockfahne“ zugeklebt werden sollte, erklärt die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage.

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Wussten sie dies, so handele es sich um eine Beihilfe zur Sachbeschädigung. Wussten sie es nicht, läge auch keine Straftat vor – weil das „Hissen“ der Blockfahne selbst keine Straftat darstellt, so die Staatanwaltschaft.

Jeder dürfe Fahnen hissen, soweit er damit nicht die Begehung von Straftaten unterstützen will oder die Fahnen selbst verboten sind, wenn zum Beispiel verbotene Symbole darauf abgebildet sind.