Braunschweig 

Braunschweig: Corona-Impfzentrum kommt – das musst du jetzt wissen!

Krisenstab „Corona“ Braunschweig 30.11.2020

Stadt Braunschweig
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Braunschweig bereitet sich auf die Massen-Impfungen gegen das Coronavirus vor.

Am Montag stellte die Stadt Braunschweig offiziell das Konzept für das Impfenzentrum vor.

Braunschweig: Stadthalle wird zum Impfzentrum

Demnach soll die Stadthalle Braunschweig das Impfzentrum in Braunschweig werden.

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„Wir haben unter großem Zeitdruck die Bitte des Landes umgesetzt, einen geeigneten Standort für unser Impfzentrum zu prüfen und zu benennen.

Mit der Stadthalle Braunschweig werden wir den Braunschweigerinnen und Braunschweigern zusammen mit dem Land die bestmögliche Infrastruktur zur Verfügung stellen, um unter optimalen Bedingungen mit dem Impfen beginnen zu können“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD).

Markurth: „Wir wollen das gut machen“

Markurth betonte, dies werde eine große und organisatorisch anspruchsvolle Aufgabe. „Wir wollen das gut machen, um den Gesundheitsschutz der Braunschweigerinnen und Braunschweiger zu gewährleisten.“

Ziel sei es, mit den Impfzentrum Braunschweig die „erste Bugwelle“ ab Mitte Dezember 2020 impfen zu können. Eine zweite Impfung nach einem bestimmten zeitlichen Abstand zur Erstimpfung sei dabei notwendig.

Die Bereitstellung der benötigten Impfstoffe für das Impfzentrum und die mobilen Impfteams erfolge über das Land Niedersachsen. Die Impfungen sollen nach den bisherigen Planungen von Bund- und Ländern schnellstmöglich in das ambulante hausärztliche Versorgungssystem überführt werden.

Endlich Agieren statt nur Reagieren

„Bisher konnten wir in der Pandemie immer nur reagieren. Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem angekündigten Impfstoff agieren können. Mit den Impfzentren kommen wir aus der Deckung und können große Schritte in Richtung unserer schmerzlich vermissten Normalität gehen“, bekräftigte Organisations- und Ordnungsdezernent Thorsten Kornblum.

Braunschweig: Volkswagen-Halle wäre Plan B

„Wir glauben, dass wir mit der Stadthalle diese große Aufgabe gut schaffen können. Sollten wir einen zweiten Standort brauchen, würde das die Volkswagen-Halle sein.“

Das Konzept umfasse auch den Aufbau mobiler Impfteams – bestehend aus mehreren Fachkräften, die bei Lieferung des Impfstoffes zunächst besonders gefährdete Personen zu Hause und in Pflege- und Altenheimen impfen sollen.

Sozialdezernentin Christine Arbogast sieht darin einen besonderen Schwerpunkt der Impfstrategie: „Gerade ältere Menschen und Risikopatienten, die durch besonders schwere Infektionsverläufe gefährdet sind, müssen schnell geimpft werden. Um einen effektiven Schutz der Menschen im Pflege- und Gesundheitsbereich zu gewährleisten, gilt gleiches für Ärztinnen und Ärzte, Pflege- und weiteres Fachpersonal in Krankenhäuser, Heimen und der ambulanten Versorgung.“

Impfzentrum Braunschweig: „Impfstraßen“ im Einbahnsystem

Das Impfzentrum Braunschweig werde dabei durch sogenannte „Impfstraßen“ im Einbahnsystem gekennzeichnet sein, das die zu Impfenden durch einen Anmeldebereich, Registrierung, einem Raum für das ärztliche Beratungsgespräch sowie an den Ort der eigentlichen Impfstation führt.

Im Anschluss an die Impfung sehe das Konzept einen Wartebereich für eine viertelstündige Ruhephase unter Beobachtung der geimpften Personen vor.

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Großer Personalaufwand

Um den Betrieb im Impfzentrum Braunschweig in der geplanten Form zu gewährleisten, sei der Einsatz von qualifiziertem Personal für einen langfristigen Zeitraum erforderlich.

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Unter Berücksichtigung der Notwendigkeit einer Zweifachimpfung, der ärztlichen Beratungsdauer sowie ein Zweischichtsystem, das voraussichtlich von Montag bis Freitag (8 - 18 Uhr) betrieben wird, ergebe sich für das Impfzentrum Braunschweig ein Personalbedarf von acht Ärzten, 32 impfbefähigten Personal und 30 Verwaltungskräften pro Tag. Hinzu kämen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sowie Notfallsanitäter.

Pensionierte Ärzte sollen noch mal ran

Die Rekrutierung des ärztlichen Personals übernehme das Land Niedersachsen in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung und werde dabei durch die Stadt Braunschweig mit einem Freiwilligenaufruf an pensionierte Ärzte unterstützt.

„Die Personalgewinnung stellt eine Herausforderung dar, für die wir nur ein sehr kurzes Zeitfenster zur Verfügung haben„, sagte Thorsten Kornblum „Wir stehen hierfür im intensiven Austausch mit Hilfsorganisationen, Bundeswehr und weiteren wichtigen Partnern der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.“

Hausärzte sollen – Stand jetzt – etwa im Herbst 2021 die Corona-Impfung vornehmen dürfen. Bis dahin stehe die Stadthalle zur Verfügung.

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Das Land Niedersachen hatte die Landkreise und kreisfreien Städte am 17. November aufgefordert, bis zum 15. Dezember sogenannte Impfzentren anhand der aktuellen Konzeptionierung des Landes einzurichten. (ck)