Braunschweig 

Carsharing in Braunschweig: Hier solltest du nicht parken – es könnte teuer werden

Das Thema „Carsharing“ hat in Braunschweig in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewonnen.
Das Thema „Carsharing“ hat in Braunschweig in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewonnen.
Foto: Sheepersharing.com

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig nähert sich dem akuten Problem der wachsenden Parkplatznot mit einem bekannten Konzept.

Seit mehreren Jahren gibt es Carsharing schon in Braunschweig. Doch besonders in den vergangenen Jahren wurde es zum Trend – und sorgt bei den Nutzern für Begeisterung.

Braunschweig: Carsharing im Trend

Die Städte wachsen. Und wo sich die Städte ausbreiten, taucht eine Frage immer häufiger auf: Wo kann ich parken?

Die Parkplatznot hat in den vergangenen Jahren ordentlich zugenommen und scheint sich so schnell auch nicht abbauen zu lassen. Deswegen hat die Stadt Braunschweig vor Jahren zu einer Alternative gegriffen, um das Problem einzudämmen.

Das Konzept scheint besonders in den vergangenen Jahren immer beliebter zu werden. Das Motto des neuen Infrastruktur-Erfolgs: Ein Auto für alle. Auch bekannt unter dem Begriff „Carsharing“.

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Braunschweig: Carsharing – Zuwachs im zweistelligen Bereich

Carsharing boomt. Immer mehr Braunschweiger wollen sich ihr Auto offenbar teilen. „Wir haben zweistellige Zuwachsraten. Jeden Tag melden sich Braunschweiger an“, so Wolfgang Harms (BS-Carsharing GmbH).

Im Jahr 2010 habe es angefangen, berichtet Harms. „Seit elf Jahren fahren wir in Braunschweig als Partner von Flinkster, dem Carsharing der Deutschen Bahn. Seit vier Jahren unter dem eigenständigen Markenname sheepersharing.com.“

Als „Anschlussmobilität für Bahnkunden“ war die Idee ursprünglich gedacht. Doch hinter dem Gedanken steckt ordentlich Potenzial.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben über 40 Fahrzeuge und über 1.000 angemeldete Kunden, davon würden 500 die Tram-Alternative regelmäßig nutzen. Im Schnitt wird ein Wagen des Unternehmens von zehn bis zwölf verschiedenen Kunden benutzt.

Harms steht auch weiterhin voll und ganz hinter der Carsharing-Idee: „Immerhin ermöglichen wir unseren Kunden, auf ein eigenes Auto oder zumindest auf einen Zweitwagen zu verzichten. Jeder unserer Kunden weiß, dass er immer auf ein Auto zugreifen kann, wenn er es braucht. Und wenn es nur einmal im Monat oder einmal im halben Jahr ist. Billiger als ein eigenes Auto ist das für unsere Kunden allemal.“

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Braunschweig: Konsequenzen für Falschparker

Doch, wie sieht es mit den Parkplätzen aus? Auch darauf hat Harms eine Antwort. Jedes Auto habe einen festen Stellplatz in Braunschweig. Werde solch ein fester Parkplatz von einem anderen Auto zugeparkt, drohe 55 Euro Strafe.

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Das reicht dem Unternehmen aber noch nicht: „Wir müssen in Zukunft die Kosten, die durch das Umparken unserer Fahrzeuge entstehen, den Falschparkern in Rechnung stellen. Da kommen leicht nochmal 100 Euro zusammen“, so Harms.

Nun gehe es erstmal darum, das Angebot zu erweitern. „Die Stadt hat erkannt, dass wir gerade in Vierteln mit hohem Parkdruck ein Teil der Lösung sind“, so Harms. Deshalb solle das Angebot des Unternehmens bald um Stellplätze und „weitere Elektroautos“ erweitert werden. (ali)