Braunschweig 

Braunschweig: Afghanin kämpft verzweifelt um ihre Familie – „Wie ein Gefängnis“

Eine in Braunschweig lebende Afghanin erlebt derzeit eine extrem schlimme Zeit. (Symbolbild)
Eine in Braunschweig lebende Afghanin erlebt derzeit eine extrem schlimme Zeit. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Uwe Anspach

Braunschweig. Mano aus Braunschweig ist jeden Tag um ihre Familie Angst und Bange.

Seit Mitte August ist bei ihr nichts mehr so, wie es einmal war. Seit die Taliban in Afghanistan wieder die Macht übernommen haben, muss die 53-Jährige aus Braunschweig um ihre Familie fürchten.

Braunschweig: Mano erträgt die Situation nur schwer

„Ich versuche, positive Bilder vor mein Auge zu bringen“, sagt Mano dem Fernsehsender „Sat. 1“. Ohne das lässt sich die Situation für sie wohl kaum ertragen.

Drei ihrer Brüder leben in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Zusammen mit ihren Frauen.

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Das ist das Land Afghanistan:

  • ein Binnenstaat in Zentralasien, das an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Pakistan und China grenzt
  • Hauptstadt Kabul
  • rund 35 Millionen Einwohner (Stand 2018), 653.000 Quadratkilometer groß
  • Unabhängigkeit von Großbritannien am 19. August 1919
  • Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA wurde das radikal-islamistische Taliban-Regime, das Terroristen Unterschlupf gewährt hatte, gestürzt – seitdem herrscht ein brüchiger Frieden, der immer wieder durch Terroranschläge und Taliban-Angriffen belastet wird

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Für ihre Schwägerinnen sei die Situation gerade „wie im Gefängnis“. „Sie kommen nicht auf die Straße“, so die 53-Jährige. Um sich vor der Taliban zu schützen, gehen sie nicht einmal mehr auf den Balkon.

Afghanin aus Braunschweig ist verzweifelt

Manos Familie ist komplett untergetaucht. Ihre Facebook-Konten sind gelöscht, alle wichtigen Unterlagen sind mittlerweile in Braunschweig.

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Von hier aus versucht Mano, die Flucht zu organisieren. So schnell wie möglich. „Jede Sekunde zählt“, sagt sie. Sie werde jedenfalls für ihre Familie weiterkämpfen, so die Afghanin gegenüber „Sat. 1". (red)