Braunschweig 

Braunschweig: Heftiger Gegenwind für Neonazis – „Das ist unsere Stadt!“

In Braunschweig sind zwei Demos gegen einen Neonazi-Aufmarsch geplant. (Archivbild)
In Braunschweig sind zwei Demos gegen einen Neonazi-Aufmarsch geplant. (Archivbild)
Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Braunschweig. Es knistert in Braunschweig. Am Samstag wollen einige Neonazis im Westlichen Ringgebiet in Braunschweig aufmarschieren – dabei müssen sie aber mit Widerstand rechnen.

Inzwischen sind zwei Gegendemonstrationen geplant. Und, noch ist nicht ganz sicher, ob die Kleinstpartei „Die Rechte“ in Braunschweig demonstrieren darf...

Braunschweig: Neonazis wollen durchs Westliche marschieren

Das „Bündnis gegen Rechts“ fordert die Stadt Braunschweig dazu auf, den geplanten Aufzug der Neonazis durchs Westliche Ringgebiet noch zu verbieten. >> Polizei verbietet Neonazi-Demo – dann tauchen die Mitglieder HIER auf

Die Verbände und Initiativen finden, dass die teils als gewaltbereit geltenden Rechtsextremen die Anwohner gefährden könnten. Außerdem sei zu befürchten, dass sie nicht auf die Corona-Regeln achten – gehörten sie doch zum Umfeld der Corona-Leugner.

Zwei Gegendemos in Braunschweig geplant

Inzwischen gibt es zwei Demonstrationen, die gegen die Provokation von Rechtsaußen mobilisieren:

Samstag, 18.12.2021

„Das ist unsere Stadt! Keine Nazis im westlichen Ringgebiet!“

  • 13.30 Uhr Auftaktkundgebung, Hauptbahnhof, Demonstration
  • 16.00 Uhr Kundgebung, Frankfurter Platz

Kein Platz für Nazis – vor Provokationen, Angriffen und Nachstellungen schützen

  • 13.00 Uhr Rosentalbrücke, Auftakt, Demonstration
  • 16.00 Uhr Kundgebung, Frankfurter Platz

Beide Demonstrationen hätten dasselbe Anliegen, sagte Sebastian Wertmüller stellvertretend für das „Bündnis gegen Rechts“ – deswegen sei die Abschlusskundgebung auch eine gemeinsame Veranstaltung: „Nach unzähligen Bedrohungen und Übergriffen durch Schläger der Nazi-Szene insbesondere im Westlichen Ringgebiet rund um den Frankfurter Platz reicht es. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger muss endlich als vordringlich angesehen werden!“

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Junge Menschen und Jugendverbände seien bisher die bevorzugten Opfer der rechten Szene. Aber auch Beschäftigte in den Läden des Viertels und andere erlebten Übergriffe und benötigten Unterstützung. Deswegen ruft das „Bündnis gegen Rechts“ alle Braunschweiger dazu auf, ein klares Zeichen gegen rechten Hass zu setzen. (ck)