Braunschweig 

Bombe in Braunschweig: Blindgänger erfolgreich entschärft! Evakuierung aufgehoben

Die Bombe in Braunschweig wurde erfolgreich entschärft.
Die Bombe in Braunschweig wurde erfolgreich entschärft.
Foto: Jörg Koglin

Wieder wurde ein Blindgänger in der Löwenstadt entdeckt

Am Sonntag, den 19. Dezember wurde er entschärft

Ein Gebiet von etwa einem Kilometer Radius evakuiert

Die A39 teilweise voll gesperrt

Bürgertelefon für Fragen: 0531/470-1

Braunschweig. Schon wieder ein Blindgänger in Braunschweig! Und abermals mussten Teile der Löwenstadt evakuiert werden. Und zwar am vierten Advent.

Eine 250-Kilogramm schwere amerikanische Sprengbombe aus dem zweiten Weltkrieg lag nördlich der Mastbruchsiedlung im Erdreich. Darüber hatte die Stadt am Mittwoch informiert. Ganz in der Nähe war in Braunschweig schon am ersten Dezember eine Bombe gefunden worden.

Braunschweig: Bombe erfolgreich entschärft

Der vermeintliche Blindgänger sollte nach Angaben der Stadt am kommenden Sonntag, den 19. Dezember, entschärft werden.

Um 9.45 Uhr twitterte die Stadt Braunschweig, dass das evakuierte Gebiet nicht mehr betreten werden dürfe. Auch die A39 und die Ebertallee sind bereits dicht.

Um 11.15 Uhr, etwa 15 Minuten früher als geplant, konnte der zuständige Sprengmeiser Thomas Krause mit der Entschärfung beginnen.

Gegen kurz vor 12 Uhr am Mittag war die Bombe entschärft. Während der Maßnahmen hatten sechs Menschen im Feuerwehrgerätehaus in Rautheim Schutz gesucht. Sie wurden dort von Einsatzkräften betreut.

Rund 200 Mitglieder von Feuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren und dem Zentrlane Ordnungsdienst der Stadt, Polizei und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz.

Wie Sprengmeister Thomas Krause gegenüber news38.de berichtet, konnten er und seine Kollegen Thomas Schenk und Christian Schulz die Zünder herausdrehen und so die Fliegerbombe entschärfen.

Die Evakuierung ist nun wieder aufgehoben. Auch der Verkehr auf der Autobahn fließt bereits wieder.

Braunschweig: Blindgänger gefunden und entschärft

In einem Gebiet von etwa einem Kilometer-Radius mussten sich die etwa 450 Betroffenen auf eine Evakuierung einstellen. Auch mehrere Bahnlinien mussten gesperrt werden.

Die A39 wurde voll gesperrt. Konkret ging es um den Bereich zwischen der Anschlussstelle Sickte und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Süd. Die Vollsperrung startete am Sonntag um 11 Uhr und dauerte an, bis die Bombe entschärft wurde.

„Die betroffenen Bürger sind aufgerufen, am Sonntag, 19. Dezember, ihre Wohnungen bis 9 Uhr zu verlassen“, so die Pressemeldung der Stadt. Danach wurde von Einsatzkräften noch einmal geprüft, ob auch wirklich alle in Sicherheit sind. Etwa um die Mittagszeit sollte mit der Entschärfung begonnen werden.

Im Haus der Freiwilligen Feuerwehr Rautheim (Kleegasse 3) wurde eine Sammelstelle eingerichtet. Dort hinzugehen war aber keine Pflicht. Wer aber dort die Entschärfung überbrücken wollte, musste einen Impf-, beziehungsweise Genesenen-Ausweis oder einen tagesaktuellen Corona-Test mitbringen. Vor Ort konnten aber auch Schnelltest gemacht werden.

Krankentransporte werden eingerichtet

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität (zum Beispiel solche, die bettlägerig sind) gab es die Möglichkeit, sich einen Krankentransport zu bestellen. Betroffene sollten sich unter der 19222 melden.

----------------

Mehr Themen:

Braunschweig: „Raumschiff“ auf der Oker gelandet – das steckt hinter dem mysteriösen Objekt

Braunschweig: Heftiger Gegenwind für Neonazis – „Das ist unsere Stadt!“

Braunschweig: Mercedes fackelt ab – die Polizei hat eine schlimme Vermutung

----------------

Menschen, die in Corona-Quarantäne sind, sollten ebenfalls die 19222 anrufen. Während der ganzen Aktion war das Bürgertelefon unter 0531/470-1 besetzt. (bp/mw)