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Braunschweig: Uni geht drastischen Schritt! „Russisches Handeln darf nicht ohne Folgen bleiben“

Braunschweig: Uni geht drastischen Schritt! „Russisches Handeln darf nicht ohne Folgen bleiben“

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

Braunschweig: Uni geht drastischen Schritt! „Russisches Handeln darf nicht ohne Folgen bleiben"

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

Braunschweig. 

Die Studenten aus Braunschweig beziehen Stellung im Ukraine-Krieg. In ihren Augen hat der russische Angriff auch Auswirkungen auf die Wissenschaft.

Deswegen beendet die Technische Universität Braunschweig (TU) ihre Zusammenarbeit mit jeglichen russischen Einrichtungen.

TU Braunschweig beendet Zusammenarbeit mit russischen Forschern

Das hat die Universität am Dienstag über eine Meldung bekannt gegeben. Grund für diese Entscheidung sei die Verletzung grundlegender Werte. Deswegen werden alle zweiseitigen Forschungsprojekte, der Austausch zwischen Wissenschaftlern und geplante Projekte mit russischen Einrichtungen erstmal auf Eis gelegt. Auch der neuorganisierte Dual-Degree-Studiengang wird so schnell nicht angeboten.

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Das ist die Technische Universität Braunschweig:

  • Hochschule mit 96 Studiengänge
  • Gründung: 1745 als Collegium Carolinim
  • Mitglied des Zusammenschlusses der neun führenden Technischen Hochschulen Deutschlands
  • Präsidentin: Angela Ittel
  • Fachrichtungen: Naturwissenschaften & Mathematik, Ingenieurwissenschaften & Informatik, Geistes- & Sozialwissenschaften, Lehramt

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Die Studenten und Mitarbeiter der TU Braunschweig setzen somit ein Zeichen gegen die russischen Angriffe auf die Ukraine. Außerdem möchten sie ihre Solidarität und die Aufrechterhaltung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Kriegsland verdeutlichen.

„Diese schwere Entscheidung war angesichts der letzten Ereignisse in der Ukraine nun unausweichlich. Das russische Handeln darf nicht ohne Folgen bleiben“, stellt die Präsidentin der TU Braunschweig, Angela Ittel, klar.

+++ Ukraine-Krieg: So ist die aktuelle Lage +++

So wird mit Hochdruck an einem Unterstützungsprogramm für ukrainische Studenten und Wissenschaftler gearbeitet. Um sie über Stipendien nach Braunschweig holen zu können, muss das Land in die besteheneden Flüchtlingsprogramme aufgenommen werden.

Braunschweig: Russische Wissenschaftler befinden sich in schwieriger Lage

„Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass Fortschritt in der Wissenschaft auf internationale Kooperationen angewiesen ist und sich russische Wissenschaftler gegenwärtig in einer sehr schwierigen Lage befinden. Grundsätzlich sind wir offen für eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit“, fügt Präsidentin Ittel hinzu. „Frieden, Sicherheit und Internationalität sind für uns grundlegende Werte. Sie sind Voraussetzung für Wissenschaft und Forschung bei der Lösung globaler Herausforderungen.“

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Die TU Braunschweig werde alle bestehenden Projekte mit russischer Beteiligung kritisch überprüfen. Dabei spiele die völkerrechtliche Verpflichtung eine große Rolle.

Pause wegen Ukraine-Krieg: Ostfalia zieht nach

Am Mittwoch zog dann auch die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften nach. Die Hochschule setzt alle Aktivitäten mit russischen Partnern aus. Das betrifft sowohl die Forschungszusammenarbeit als auch den Studierendenaustausch und ein Doppelabschluss-Studienprogramm.

Der offene und internationale Austausch mit Kollegen stelle eine wesentliche Säule der Wissenschaft dar. Auch der Austausch von Studenten sei schon immer ein Beitrag zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Wissenstransfer und zur Völkerverständigung gewesen, hieß es.

Mit der kriegerischen Aggression gegen den souveränen Nachbarn Ukraine habe die russische Staatsführung diesem friedlichen Austausch aber jetzt die Grundlage entzogen. „Wir sehen daher keine andere Möglichkeit, als die bestehenden Kooperationen ruhen zu lassen. Wir bedauern dieses zutiefst und appellieren an die Beteiligten, schnellstmöglich eine friedliche Lösung des Konflikts unter Wahrung der Selbstständigkeit und Freiheit der Ukraine zu finden. Nur so kann es wieder zu den offenen und freundschaftlichen Kontakten kommen, die wir bisher alle so sehr geschätzt haben“, so die Ostfalia.

Mit Blick auf den von Russland in der Ukraine begonnenen Krieg hatte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) in dieser Woche gesagt, niedersächsische Hochschulen sollten ihre Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Russland aussetzen. (red)