Braunschweig 

Primark in Braunschweig: Aufregung vor dem Laden! Heftig, was auf DIESEN Schildern steht

Verdi demonstriert vor Primark in Braunschweig – mit eindeutiger Botschaft.
Verdi demonstriert vor Primark in Braunschweig – mit eindeutiger Botschaft.
Foto: Rudolf Karliczek

Braunschweig. Aufregung vor Primark in Braunschweig!

Vor den Türen von des Klamottenladens liegt ein großes Banner aus. Außerdem stehen Plakate daneben, auf denen groß zu lesen ist: „Achtung, Achtung! Sie verlassen den demokratischen Sektor der Bundesrepublik Deutschland“. Die Pfeile sind dabei ganz klar auf Primark in Braunschweig gerichtet. Doch was steckt hinter dieser Aktion?

Primark in Braunschweig: Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe gegen Unternehmen

Die kurze Antwort: Verdi. Die lange Antwort: Die Geschichte zweier Mitarbeiterinnen. Der Vorwurf: Primark soll zwei Mitarbeiterinnen in Braunschweig ohne vorheriges Gespräch einen Aufhebungsvertrag vorgelegt und dann vor die Tür gesetzt haben, das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“. Die eine habe einen Schwerbehindertengrad von 20 Prozent. Die andere familiäre Verpflichtungen.

Die Gewerkschaft Verdi stellt sich klar auf die Seite der beiden Frauen. Auf dem Schild vor der Tür von Primark ist außerdem zu lesen: „Der Schutz von Schwerbehinderten und die Achtung für die Beschäftigten wird hier mit Füßen getreten!“. Im Gespräch mit News38 wird Gewerkschaftssekretär Eberhard Buschbom-Helmke noch deutlicher: „Heute ist es wichtig, dass die Kunden reingehen und fragen, wie sind eure Arbeitsbedingungen? Nur, wenn die gut sind, gebe ich mein Geld hier aus.“

Diese Sache fällt bei der Aktion vor Primark in Braunschweig direkt auf

Auffällig bei der Aktion ist, dass sich keine Mitarbeiter daran beteiligen. „Die Angst im Haus herrscht schon“, sagt Buschbom-Helmke. „Bin ich der nächste, der über ist, wenn ich mich da jetzt solidarisch erkläre?“. Deshalb setze sich Verdi für die Mitarbeiter ein und möchte auf die „diversen Verstöße gegen deutsche und internationale Arbeitsgesetze“ aufmerksam machen.

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Doch was sagt eigentlich Primark dazu? Gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“ erklärt das Unternehmen: „Wenn Zweifel bezüglich einer guten und langfristigen beidseitigen Zusammenarbeit bestehen, bietet Primark Mitarbeiter:innen im Rahmen eines gemeinsamen Mitarbeitersgesprächs eine vergütete Freistellung an, in der sie die Option eines Aufhebungsvertrages zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses bedenken können.“

Was die beiden Mitarbeiterinnen Primark noch konkret vorwerfen und wie der Konzern dazu Stellung bezieht, liest du auf www.braunschweiger-zeitung.de. (abr)