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Braunschweig: Rechtsextreme gehen auf die Straße – und bekommen direkt Gegenwind

Braunschweig: Rechtsextreme gehen auf die Straße – und bekommen direkt Gegenwind

© Jörg Koglin

Gewahrsam? Festnahme? Was diese Polizei-Begriffe wirklich bedeuten

Braunschweig. 

In der Neonazi-Szene in Braunschweig scheint es mächtig zu knistern.

Trotzdem gehen am Samstag (23. Juli) wieder Rechtsextreme in der Löwenstadt auf die Straßen. Der Grund: Das linke Kulturzentrum Nexus veranstaltet an diesem Tag ein Sommerfest. Die rechtsextremen Partei „Die Rechte“ ruft deswegen in Braunschweig zu einer Demo auf. Sie läuft unter dem Motto: „Schließen statt feiern – Nexus dicht machen“.

Braunschweig: Neonazi-Demo in der Stadt

Beginnen soll die Demo laut einem Bericht der „Braunschweiger Zeitung“ um 14 Uhr am Hauptbahnhof. Die Neonazis wollen dann vorbei am Hagenmarkt und auch über die Frankfurter Straße laufen. Dort befindet sich das Nexus.

Parallel dazu hat das „Bündnis gegen Rechts“ eine Gegendemo angekündigt. Sie ist ebenfalls für 14 Uhr angesetzt. Die Polizei möchte mit einem Großaufgebot in der Stadt präsent sein.

Zoff in der Neonazi-Szene in Braunschweig

Im Hintergrund scheint es in der Neonazi-Szene in der Löwenstadt derweil mächtig zu knistern. Innerhalb der Partei „Die Rechte“ gibt es offenbar Zoff. Deren Kreisverband Braunschweig-Hildesheim hatte sich am 8. Juli aufgelöst. Eine entsprechende Bekanntgabe wurde im Messenger-Dienst Telegram geteilt. Einen Grund für die Auflösung nannte der Kreisverband zunächst nicht.

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Einen Tag vorher hatte es bei einem führenden Mitglied des Kreisverbandes eine Hausdurchsuchung gegeben. Gut möglich, dass beide Ereignisse miteinander in Verbindung stehen. Der Polizei-Einsatz stand nach Darstellung der Partei in Zusammenhang mit Ermittlungen in einem Fall vom März 2021. Damals hatte ein Fahrradanhänger in einem Antifa-Café gebrannt. Die Polizei kann Brandstiftung und eine politische Motivation nicht ausschließen.

Der Bundesvorsitzende der Partei, Christian Worch, hatte die Auflösung des Kreisverbandes heftig kritisiert. Er nannte sie einen „Akt politischer und persönlicher Feigheit“. Was er darüber hinaus zu sagen hatte, kannst du bei der „Braunschweiger Zeitung“ nachlesen>>> (bp)