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Braunschweig: Kneipen bangen vor dem Krisen-Winter! Ist DAS der einzige Ausweg?

Die Hotels und Gaststätten in Braunschweig blicken besorgt auf den bevorstehenden Krisen-Winter. Hält sie DIESE Lösung noch über Wasser?

Braunschweig
u00a9 IMAGO / Marius Schwarz

Das ist die Löwenstadt Braunschweig

Energie-Krise, Krieg, Inflation – und dann will auch die Corona-Pandemie einfach kein Ende nehmen. Für die Hotels und Gaststätten auch in Braunschweig bedeutet das die vielleicht schwerste Krise seit Jahrzehnten. Viele Betreiber schauen mit Angst auf den bevorstehenden Winter – und auf happige Nachzahlungen, Versorgungsengpässe und die nächste unweigerliche Corona-Welle.

Besonders bitter für die Hotels und Gaststätten: Weil die Notlage so ziemlich alle Menschen trifft, hat nicht jeder gerade ein paar Euro für ein Bierchen in der nächsten Kneipe oder einen Wochenendausflug locker. Das bekommen die Betreiber auch in Braunschweig deutlich zu spüren. Wie sich also über den Winter retten? Manche überlegen sich jetzt, eine drastische Konsequenz zu ziehen.

Braunschweig: Angst vor dem Krisen-Winter

Diese hat viele Namen: Mancherorts wird sie „Energie-Soli“ genannt, anderswo „Energiepauschale“ oder auch mal „Gas-Trinkgeld“. Vergangene Woche schrieb ein Hotel im Harz bundesweit Schlagzeilen, weil es von den Gästen ab sofort eine solche Pauschale in Höhe von drei Euro pro Nacht verlange (wir berichteten). Einem Bericht der „Braunschweiger Zeitung“ zufolge gibt es auch in der Löwenstadt schon entsprechende Überlegungen.

Dass es solche Vorschläge in Braunschweig gebe, bestätigte jetzt der Chef des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) in der Stadt, Mark Alexander Krach, der Zeitung. Allerdings halte man dort von dieser Lösung „überhaupt nichts“.

Kommt die „Energiepauschale“ auch in Braunschweig?

„Jeder Gastronom oder Beherbergungsbetrieb ist selbstverständlich gehalten, seine Preise in eigener unternehmerischer Verantwortung zu kalkulieren“, sagte Krack im Gespräch mit der „Braunschweiger Zeitung“. „Nun aber zu sagen, wir packen gewissermaßen noch einen Euro oder zwei mehr drauf, das halten wir für rechtlich zweifelhaft.“


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Vorschreiben kann der Verband den Hoteliers und Gaststättenbetreibern natürlich nichts. Der DEHOGA empfehle ein solches Vorgehen aber nicht, betont Krack. Wer sich dennoch für eine solche Lösung entscheidet, sollte das aus Sicht des Verbandes aber auch offen kommunizieren. „Was gar nicht geht, das wäre es, wenn am Ende eine Energiepauschale oder ein ‚Energie-Euro‘ auf der Quittung steht, von der vorher keiner was wusste“, so Krack.

Wegen der Krisenlage hatte der Kreisverbandchef noch einen dringenden Appell an die Politik. Was er zu sagen hatte, kannst du bei der „Braunschweiger Zeitung“ nachlesen>>>