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Braunschweig: Klinikum spricht über Gefahren in der Silvesternacht – von einer wissen die Wenigsten

Silvester steht vor der Tür. Während die einen ihre Partys planen, bereiten die anderen ihre nächtlichen Einsätze vor.

© IMAGO / Marius Schwarz

Notruf! So reagiert man richtig

Bei Notfällen wie Unfall, Schlaganfall oder Herzinfarkt bricht schnell Panik aus. Doch ein paar Tipps helfen, besonnen zu bleiben und richtig zu handeln.

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage, dann feiert auch Braunschweig den Jahreswechsel von 2022 auf 2023. Und in diesem Jahr darf auch wieder geböllert werden. Während die einen sich auf eine rauschende Silvesterparty vorbereiten, bereiten sich andere auf nächtliche Einsätze vor. So zum Beispiel Polizei und Feuerwehr – aber auch das Klinikum in Braunschweig.

Im Gespräch mit News38 erklärt das Klinikum, ob besondere Vorkehrungen getroffen werden, was die größten Herausforderungen für die Teams sind und wo die größten Gefahren in der Silvesternacht liegen.

Silvester in Braunschweig: So bereitet sich das Klinikum vor

Die gute Nachricht zuerst: Das Klinikum Braunschweig sieht sich für die Silvesternacht gut vorbereitet. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, wo wie viel Personal benötigt wird und genau so sei auch im Vorfeld geplant worden. Allerdings appelliert das Klinikum angesichts der aktuellen Krankheitswellen noch mehr als sonst, es in der Silvesternacht nicht zu übertreiben und vor allem beim Böllern aufzupassen. Die Zeiten seien angespannt und es sei wichtig, besonders jetzt die Notfallversorgung zu entlasten, betont der ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz.

Heißt vielleicht das ein oder andere Glas weniger trinken und vor allem nicht mit Böllern hantieren, die illegal bestellt wurden. Denn gerade bei dieser Art von Feuerwerk komme es immer wieder zu schweren Verletzungen. Vor allem im Bereich der Hände.

„Diese sind dann leider auch sehr aufwendig und können das Notfallteam im OP mehrere Stunden binden“, sagt Dr. Thomas Gösling, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, gegenüber News38. Aber auch Verletzungen an den Augen und Knalltraumata würden immer wieder vorkommen. Ebenso Stürze – vor allem dann, wenn jemand zu viel getrunken hat.

Silvester: Dieser Gefahr sind sich nur wenige bewusst

Doch in der Silvesternacht lauert noch eine weitere Gefahr, der sich so manch einer vielleicht nicht bewusst ist – Feinstaub. Besonders in den Stunden nach Mitternacht sei die Belastung sehr hoch. Werte von bis zu mehreren 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter können auftreten.


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Dr. Thomas Bitter, Chefarzt der Pneumologie und Beatmungsmedizin, erklärt, warum das so problematisch ist: „Klinisch kann sich eine hohe Feinstaub-Belastung in vermehrten Symptomen wie Husten und/oder Atemnot bemerkbar machen“. Die Probleme könnten vor allem bei Menschen auftreten, die beispielsweise an COPD oder Asthma erkrankt sind. (abr/ck)