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Braunschweig: Ende eines Kult-Ladens! Hier gehen für immer die Lichter aus – „Bricht mir mein Herz“

Das Ende einer Ära: In Braunschweig verschwindet schon bald der nächste Kult-Laden. Für die Besitzerin eine persönliche Katastrophe.

Braunschweig
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Das ist die Löwenstadt Braunschweig

Braunschweig ist von der Einwohnerzahl her die zweitgrößte Stadt Niedersachsens. In der Großstadt im Südosten des Bundeslandes leben knapp 250.000 Menschen. Braunschweig kann auf eine große Historie zurückblicken.

„Eine Ära geht zu Ende“, beschreibt die Besitzerin das Aus ihres Kult-Kiosks in der Braunschweiger Karlstraße. Schon als kleines Mädchen hat Andrea Große in dem Laden für ihre Mutter die Salinos gekauft.

Seit acht Jahren steht sie in dem Kiosk, seit über 50 Jahren gibt es den Laden schon in Braunschweig. Doch jetzt ist das Ende besiegelt. Für die 57-Jährige eine persönliche Katastrophe.

Braunschweiger Kult-Kiosk muss schließen

Alles andere als ein leichter Schritt für Andrea: „Jetzt ist es vorbei, das ist echt traurig“, erzählt sie im News38-Gespräch. Noch bis zum 30. April stehen die Kiosk-Fenster in der Karlstraße offen, doch danach werden sie wohl für immer geschlossen bleiben.

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Die wirtschaftliche Situation lasse ihr keine andere Wahl: Die explodierenden Strom- und Gaspreise machten dem Kult-Laden zu schaffen. Dazu noch die Inflation. Der Todesstoß für den Kiosk. „Es bleibt am Ende nicht viel übrig. Man muss manchmal sogar noch Geld mitbringen, wenn man Personal beschäftigt“, erklärt die 57-Jährige weiter.

Foto: News38

Kiosk-Aus schockt Braunschweiger Kunden

Kunden sind über das Aus geschockt. Die Kinder, die hier täglich ihre bunte Tüte oder das Eis kaufen, seien jetzt schon traurig. „Das bricht mir mein Herz“, so Andrea. Doch Schulden machen möchte die Kiosk-Besitzerin auch nicht, die Schließung sei deshalb in der aktuellen Lage der einzige Ausweg.

Einen Nachfolger gebe es nicht. Der Gedanke daran, dass Andrea vor 50 Jahren selbst in dem Kiosk einkaufte und jetzt alles vorbei sei, macht sie fassungslos. „Da kann man eigentlich nur in Tränen ausbrechen“, sagt sie weiter.


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„Das ist eine Katstrophe für mich, weil ich auch nicht weiß, wie es für mich mit 57 weitergeht.“ Doch bei aller Trauer versucht sie, ein wenig optimistisch zu bleiben. „Wenn eine Tür zu geht, dann öffnet sich eine andere“, sagt Andrea Große und bringt ein kleines Lächeln hervor. Nach der Schließung geht es für sie erst einmal in den Urlaub. Dort versucht Andrea, wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen.