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Braunschweig: Verkehrschaos pur in der Innenstadt! „So nicht hinnehmbar“

Herrscht zunehmend Verkehrschaos in der Braunschweiger Innenstadt? Wenn es nach der IHK geht, dann ja. Alles zu den Gründen:

© IMAGO/Michael Gstettenbauer

Das ist die Löwenstadt Braunschweig

Braunschweig ist von der Einwohnerzahl her die zweitgrößte Stadt Niedersachsens. In der Großstadt im Südosten des Bundeslandes leben knapp 250.000 Menschen. Braunschweig kann auf eine große Historie zurückblicken.

Verkehrschaos in der Braunschweiger Innenstadt?

In den Augen der Industrie- und Handelskammer Braunschweig (IHK) gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Ja. Seit Wochen sorge die Verkehrslage für Frust bei Pendlern, Händlern, Unternehmern und Besuchern gleichermaßen. Die IHK sieht dafür klare Gründe – und hat auch schon einen Lösungsvorschlag parat.

Braunschweig: Verkehrschaos pur in der Innenstadt?

Wer in der Braunschweiger Innenstadt unterwegs ist, weiß: Zu den Stoßzeiten kann die Autofahrt mitunter länger dauern, als geplant. Das liegt schon in der Natur der Sache, wenn der Berufsverkehr rollt. Doch in letzter Zeit habe sich das Problem zugespitzt. Der Grund: Laut IHK würden „viele kleine und große Baustellen in und um Braunschweig“ zu einer „chaotischen Verkehrslage“ führen. Dazu zählen unter anderem auch die Baustellen auf der A39 am Kreuz Braunschweig-Süd und die Baustellen rund um den John-F.-Kennedy-Platz und den Europaplatz.

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Hinzu komme, dass auch wichtige Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs wie beispielsweise der Friedrich-Wilhelm-Platz, das Schloss und das Rathaus zum Teil nicht bedient werden könnten. Eine Mischung, die für Frust sorge. Die IHK betont ausdrücklich, dass sie die Baumaßnahmen generell begrüße. Allerdings müsse sich an der Planung etwas ändern.


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„Die massiven Auswirkungen der aktuellen Situation auf den Verkehrsfluss und die Folgen für die betroffenen Unternehmen sind so nicht hinnehmbar“, sagt Hauptgeschäftsführer Florian Löbermann. Er fordert, dass Planungen und Prozesse „überprüft und angepasst“ werden müssten. Auch wünsche er sich, dass die Wirtschaft künftig in die Prozesse mit eingebunden werde, „um auf wichtige Aspekte der Erreichbarkeit aufmerksam zu machen“, heißt es. Das Ziel: Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und somit auf die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich halten. Damit die Innenstadt immer gut erreichbar sei.

Und was sagt die Stadt Braunschweig dazu? Die Stadt ist sich nach eigenen Angaben der Verkehrssituation bewusst. „Die Stadtverwaltung kann nachvollziehen, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer damit nicht zufrieden sind“, heißt es. Das liege derzeit vor allem an dem Bauprojekt A39. Das würde, so heißt es, die „effiziente Baustellenkoordinierung“ erschweren.

Das sagt die Stadt Braunschweig

„Die städtische Baukoordinierung stimmt die Tiefbauprojekte im Stadtgebiet kontinuierlich zu einem mehrjährigen Bauprogramm ab“, betont Stadtbaurat Heinz Leuer. „Es ist deshalb ausgesprochen misslich, dass die Autobahn GmbH ihren Zeitplan bei den Bauarbeiten am Autobahnkreuz Süd der A 39 betriebsbedingt anpassen und die Erneuerung der Asphaltfahrbahn überraschend vorziehen musste“, so Leuer weiter. Dies führe zu terminlichen Überschneidungen bei Maßnahmen, die eigentlich zeitlich aufeinander abgestimmt hintereinander durchgeführt werden sollten.

Es gebe eine enge Abstimmung zwischen diversen Maßnahmenträgern und eine enge Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Baustellenmanagement. Aber: „Eine reibungslose Durchführung aller Maßnahmen gelingt trotz dieser Bemühungen nicht immer“, betont die Stadt. Die gute Nachricht: Die Stadt ist zuversichtlich, dass die endgültige Freigabe und das Ende der Arbeiten im Kreuz Süd für Entspannung sorgen werden. Deshalb prüfe man bereits eine Teilfreigabe, um die Situation zu entlasten. Auch die Baustelle am Kalenwall/Gieseler Knoten dürfte zu Beginn der Sommerferien Geschichte sein. Dann erwartet Leuer eine deutliche Entlastung. Auch hier solle eine Teilfreigabe geprüft werden.