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A39-Ausbau: Naturschützer klagen gegen Teilabschnitt

Wagen mit Schildern gegen den geplanten A39-Weiterbau nördlich von Wolfsburg (Archivbild).
Wagen mit Schildern gegen den geplanten A39-Weiterbau nördlich von Wolfsburg (Archivbild).
Foto: dpa

Hannover/Wolfsburg/Lüneburg. Naturschützer in Niedersachsen gehen weiter gegen den geplanten Ausbau der Autobahn 39 vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) Niedersachsen reichte nach eigenen Angaben Klage gegen den ersten Teilabschnitt beim Bundesverwaltungsgericht ein. Dabei werde der Bund vom Umweltverband Nabu unterstützt, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Schritt vor Gericht sei nötig, weil alle Einwände seit Beginn der Planung von den Entscheidungsträgern ignoriert worden seien.

A2 soll entlastet werden

Der Neubau der Autobahn 39 auf 105 Kilometern zwischen Wolfsburg und Lüneburg gehört zu den umstrittensten Verkehrsprojekten der Region. Betroffene Landkreise befürchten, ohne den Bau in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt zu werden. Zudem soll der Verkehr auf der A2 durch den Bau entlastet werden. Kritiker hingegen befürchten Umweltschäden und ausufernde Kosten. Sie fordern stattdessen etwa den Ausbau der Bundesstraße 4.

Vor zwei Jahren hatte der Ausbauplan zu einem Koalitionskrach zwischen den damaligen rot-grünen Regierungsparteien geführt. Im aktuellen Koalitionsvertrag von SPD und CDU wird dem Autobahnbau eine zentrale Bedeutung für die Stärkung der Verkehrsinfrastruktur zugeschrieben. Für die Regierungsparteien gehört der Ausbau der A39 zu den Projekten, die zügig vorangetrieben werden sollen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich laut Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf etwa 1,1 Milliarden Euro.