Gifhorn 

Altes Krankenhaus: Eingetrocknetes Blut und offene Akten

Mitglieder des "Lost Places"-Teams sichten im alten Kreiskrankenhaus die zurückgelassenen Akten.
Mitglieder des "Lost Places"-Teams sichten im alten Kreiskrankenhaus die zurückgelassenen Akten.
Foto: Lost Places/news38.de

Gifhorn. Zwischen dem Helios-Klinikum Gifhorn und der Youtuber-Gruppe "Lost Places" droht eine juristische Auseinandersetzung um ein Video aus dem 2012 verlassenen alten Kreiskrankenhaus. Wie die Braunschweiger Zeitung (kostenpflichtiger Inhalt) berichtet, wehrt sich der Klinik-Konzern gegen Vorwürfe, wonach nicht nur alte Blutproben in dem Komplex "vergessen" worden seien - auch Patientenakten sowie Bewerbungen seien zurückgelassen worden.

Gegenüber der Zeitung betonte ein Sprecher, dass es sich bei den zerfledderten Akten um keine personenbezogenen Papiere handele. Außerdem seien die Filmer widerrechtlich in das Gebäude eingedrungen, was eine Straftat darstelle.

In dem fast viertelstündigen Video durchstreift das "Lost Places"-Team das gesamte frühere Krankenhaus, das offenbar leicht zugänglich ist: In Patientenräumen hängen noch Fernseher, Sozial- und Aufenthaltsräume sehen durchwühlt wie nach einem Einbruch aus - und selbst der Leichenkeller ist nach dem Auszug des Klinikbetriebs noch voller Utensilien...

Das Team hat sein Video am 5. Oktober online gestellt; nach eigenen Angaben stammen die Aufnahmen aus dem Sommer.

Hier ist das Video

Ehemaliges Krankenhaus Gifhorn