Gifhorn 

Das sind die besten Orte in Gifhorn

Caro Köpcke (20) und ihre Mutter Karin (56) sind gerne am Schlosssee.
Caro Köpcke (20) und ihre Mutter Karin (56) sind gerne am Schlosssee.
Foto: Julia Gresfoerder

Gifhorn. Der Landkreis Gifhorn hat vieles zu bieten. Neben dem Mühlenmuseum gibt es auch kleinere Museen, wie das Kino- oder das Schulmuseum. Aber auch die Natur mit den vielen Seen muss sich nicht verstecken - oder, die vielen keinen und schönen Cafés.

Caro Köpcke (20) und ihre Mutter Karin (56) haben die besten Plätze in Gifhorn gekührt. Ihre Top Ten:

Das Mühlenmuseum

Eine mallorquinische Mühle, eine 300 Jahre alte Tiroler Wassermühle und eine Kellerholländer-Mühle, sind nur einige der Exponate im Mühlenmuseum Gifhorn. Originalbauten oder originalgetreu nachgebaut sind die meisten Mühlen. Auf dem weitläufigen Gelände steht selbstverständlich auch die Bockwindmühle "Viktoria", aus dem Landkreis Gifhorn. 1882 wurde sie erbaut.

"Was ich so toll an dem Museum finde ist, dass es auch zwei Häuser zum Feiern gibt", sagt Karin Köpcke-Schulz. Egal ob Hochzeit oder runder Geburtstag. Das Ambiente passt. Das Beste: Es wird nach alter Tradition mit dem Steinofen gebacken. "Alles hier ist wie eine kleine Zeitreise", sagt die 56-Jährige. "Der Glockenpalast und die Kirche sind wirklich wunderschön. Und wenn die Sonne scheint, lädt das Areal zum Verweilen ein", sagt Caro Köpcke.

Der Schlosssee

"Als Jugendliche bin ich hier mal Schlittschuh gefahren, als der See zugefroren war", erinnert sich Caro. "Das war echt cool und viel besser, als in einer Halle. Aber leider passiert das ja nicht so oft." Im Sommer bietet sich der See dafür gut zum Spazierengehen mit der Familie an. "Sportler sieht man auch einige im Sommer, auf dem Wasser oder drum herum", sagt Karin Köpcke-Schulz.

Gespeist wird der See durch das Heideflüsschen Ise - direkt daneben befinden sich die Schlosswiesen und der Mühlensee.

Das Otter-Zentrum in Hankensbüttel

"Da waren wir früher öfter mit der Familie", erinnert sich die 20-Jährige. Im Otter-Zentrum gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Ob Schau-Füttering, Natur-Spielplätze oder Experimente, Kinder können hier viel Zeit verbringen.

Das sechs Hektar große Freigelände führt mit dem über drei Kilometern langen Wegnetz durch eine vielfältige Landschaft, bestehend aus Hecken, Bächen, Teichen, Wiesen, einem Dorfrand und dem über 100-jährigen Wald.

Das Hofcafé in Neubockel

Bei einer Fahrradtour hat Karin Köpcke-Schulz das Hofcafé entdeckt. "Es ist wirklich schön dort und die Torten sind so lecker", sagt die Gifhornerin. Früher war das Café eine landwirtschaftliche Hofstelle, vor 20 Jahren hat dann Inhaberin Andrea Kyszkiewicz das Gebäude zu einem gemütlichen Café umfunktioniert.

"Es wurde immer mehr, anfangs war dies nur ein Café, dann haben wir fünf Zimmer vermietet, für Feiern, dann können auch Gäste von außerhalb hier übernachten", erklärt die Besitzerin. Weiter ging es mit Frühstück am zweiten Sonntag im Monat und Spargelessen. Ihre neueste Aktion ist das Raclette-Essen im Advent. "Das haben wir nun auch ein paar Jahre, die Gäste können hier ab 19 Uhr von Mittwoch bis Samstag zum Raclette kommen."

Der Renner bleiben jedoch ihre Torten. "Ich habe meistens so vier Sorten täglich im Angebot", erklärt Kyszkiewicz. Die Rezepte dazu hat sie von ihrer Mutter und Schwiegermutter. Oft sind es auch Eigenkreationen.

Der NABU in Leiferde

Beim NABU können kleine und große Entdecker viel erleben. Auf dem Gelände können Spaziergänger picknicken. "Das ist besonders schön, wenn die Störche fliegen lernen", sagt Karin Köpcke-Schulz. Kinder können dort Geburtstag feiern oder am Kinderclub teilnehmen.

Verletzte Tiere können ebenfalls beim NABU abgegeben werden. "Derzeit nehmen wir aufgrund der Vogelgrippe keine Vögel an", erklärt Leiterin Bärbel Rogschik. Wildtiere wie Igel werden dort aber gesund gepflegt und wieder ausgewildert, nicht-heimische Arten, beispielsweise Papageien, werden an Zoos abgegeben.

Das Kinomuseum in Vollbüttel

Das kleine Museum wird von dem Verein der Freunde und Förderer des Museums für Kinematographie betrieben. Das Museum beschäftigt sich mit der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Kinos und zeigt in erster Linie all das, was die Kinobesucher normalerweise nicht zu sehen bekommen: Projektor, Filmrolle und sogar ausgemusterte Sitze.

Der Deutscher Heinrich

"Es ist echt ein tolles Restaurant oder eine Kneipe, vorne sitzen die Männer am Tresen und würfeln, hinten wird gegessen", sagt Karin Köpcke-Schulz.

Die Service-Kräfte tragen Dirndl, das Ambiente sei rustikal. Es gibt saisonale Küche. "Das Spargel- und Grünkohlessen ist recht bekannt. Die Zutaten kommen aus der Region", erklärt die 56-Jährige. Ein toller Einblick in die Gifhorner Küche.

Das Schulmuseum in Steinhorst

"Ich erinnere mich, dass ich dort mal meinen Kindergeburtstag gefeiert habe - und wir eine abgelegte Schlangenhaut angefasst haben", sagt Caro. Die 20-Jährige ist ganz hin und weg von dem Museum. Egal ob Schreibwerkzeuge aus einer Gänsefeder schnitzen oder Tinte selbst herstellen. Besucher probieren hier vieles selber aus. "Wir haben damals Gold-Stücke selber gemacht, also Fünf-Cent-Münzen bemalt", erinnert sich die 20-Jährige.

Es gibt wechselnde Sonderausstellungen und einen Historischen Wanderweg. "In den Sommermonaten gibt es dort auch Lesungen und Konzerte", ergänzt Karin Köpcke-Schulz.

Der Bernsteinsee

Das Natur- und Feriengebiet Bernsteinsee erstreckt sich über ein 100 Hektar großes Areal in Sassenburg. "Dort kann man super Fahrradtouren machen", sagt Karin Köpcke-Schulz. "Es gibt einen großen Strand und man kann dort golfen und reiten." Die Wasserqualität ist sehr gut. "Und Wasser-Ski gibt es dort auch", erklärt Caro Köpcke. Ein idealer Ort für die Naherholung - sind sich Mutter und Tochter einig.

Das Wasserturmcafé

Früher war es ein Wasserturm, nun ist es ein Café. "Es lohnt sich, wenn Besucher die Treppe nehmen, dadurch bekommt man noch einen kleinen Einblick in das Innere des Turms - und sieht nicht nur das oberste Stockwerk", rät Karin Köpcke-Schulz. Der Aufstieg ist auch nicht anstrengend.

Oben bietet Inhaberin Jana Iliopoulos Kaffee und Torten. Dabei genießen die Café-Besucher das Panorama von Gifhorn. Als kleines Schmankerl steht am Bilderrahmen immer genau erklärt, was man durch das Fenster denn genau sieht.