Gifhorn 

Hochwasser: Meinersen rüstet sich

Die Freiwillige Feuerwehr Meinersen füllt vorsichtshalber schon mal ein paar Sandsäcke ab.
Die Freiwillige Feuerwehr Meinersen füllt vorsichtshalber schon mal ein paar Sandsäcke ab.
Foto: Carsten Schaffhauser/Kreisfeuerwehr Gifhorn

Meinersen. Der Landkreis Gifhorn hat seit den schweren Unwettern am Wochenende die Gewässerlage gut im Blick. Wie die Feuerwehr mitteilt, ist bei diesem Unwetter alles ein bisschen anders.

In den vergangenen Tagen wurden die Wehre entlang der Flüsse stark geöffnet, sodass große Massen an Wasser bereits abgelaufen sind. "Die aktuelle Lage lässt sich schwer mit den Hochwassern der vergangenen Jahr vergleichen", so Samtgemeindebrandmeister Sven Mayer.

"Bisher dauerte es immer nur wenige Stunden, bis nach einer Pegelüberschreitung bei Groß Schwülper auch in unserem Bereich die Oker über die Ufer ging." Bei diesem Hochwasser ist das anders. Bereits seit ein bis zwei Tagen verzeichnet der Pegel in Groß Schwülper extrem hohe Wasserstände, im Gebiet der Samtgemeinde spiegelt sich das bislang nicht wider.

"Einerseits war der Regen bei uns nicht so stark wie im Harz und andererseits haben unsere Böden sehr viel Wasser aufgenommen", erklärt Mayer. "Dennoch ist kaum abzuschätzen, wie sich die Oker verhält, wenn das Wasser aus Wolfenbüttel und Braunschweig hier durchfließt."

Meinersen bereitet sich vor

Und auch wenn die Verantwortlichen derzeit nicht davon ausgehen, dass es im Bereich der Oker und Aller zu großflächigen Überschwemmungen kommt, wurden heute vorsorglich in Meinersen rund 250 Sandsäcke von der Freiwilligen Feuerwehr gefüllt. "Wir wollen auf alles vorbereitet sein", betont Mayer.

Außerdem stehen Feuerwehr und Verwaltung der Samtgemeinde Meinersen mit anderen Kommunen im Landkreis in Kontakt. "Sollten wir doch viele Sandsäcke benötigen, können wir sofort auf 15 Paletten gefüllter Säcke aus dem Bereich Isenbüttel zurückgreifen."

Bisher sei die Oker in der Samtgemeinde nur an einigen wenigen Stellen über die Ufer getreten. "Von der Aller sind derzeit keine Probleme zu erwarten", bekräftigt Mayer. Die Kreisstraße 45 wurden am Freitag dennoch vorsorglich gesperrt.

Das müsst Ihr wissen

Sollte sich die Lage am Wochenende ändern, haben die Bürger auch die Möglichkeit, über die Samtgemeinde Sandsäcke zum Schutz ihres eigenen Hab und Gutes zu erhalten. In diesem Fall können sie über die Telefonnummer der Samtgemeindeverwaltung 05372/890 über eine Bandansage die Nummer des jeweiligen Diensthabenden erfahren.

Kreisfeuerwehrsprecher Tobias Nadjib betont in diesem Zusammenhang: "In allen Bereichen des Landkreises werden die Entwicklungen an den Flüssen und Gewässern von den Feuerwehren und Verwaltungen genau beobachtet." Sollten die Fachleute der Meinung sein, dass auch in ihren Bereichen mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen ist, werden die örtlichen Feuerwehren entsprechende Maßnahmen veranlassen. "Die örtlichen Feuerwehren kennen die neuralgischen Punkte vor Ort."