Gifhorn 

"Geschlachtet und gefressen": Pferdehändler unter Verdacht

Die Tiere verschwinden spurlos. (Symbolbild)
Die Tiere verschwinden spurlos. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Spekulationsobjekt statt Ruhestand.
  • Ein Mann aus Gifhorn kauft kranke Pferde.
  • Und verkauft sie mit hohem Gewinn.

Gifhorn. Schwere Vorwürfe gegen einen mutmaßlichen Pferdehändler aus dem Landkreis Gifhorn! Nach Recherchen des NDR-Magazins "Panorama 3" soll der Mann mehrere kranke Pferde gekauft und dann mit hohem Gewinn als angebliche Reitpferde weiterverkauft haben.

"Für meine Tochter"

Das Magazin berichtet von Fällen, in denen die Tiere über Ebay verkauft wurden. So habe etwa eine ehemalige Besitzerin ihr Pferd besuchen wollen, von dem Tier fehlte dann aber jede Spur. Der ominöse Käufer behauptet demnach immer, er wolle das Tier als Beistellpferd für seine Tochter erwerben.

Dem NDR sagte der Mann, er könne mit den Tieren nach dem Kauf machen, was er wolle. "Die sind geschlachtet, gefressen, verdaut und wieder ausgeschissen. Bringen Sie das genau so", zitiert das Magazin den Händler.

Gruppe bei Facebook

Mit dem Weiterverkauf der kranken und alten Tiere lässt sich offenbar viel Geld verdienen. Der NDR berichtet über einen Fall, in dem allein mit einem Pferd rund 14.000 Euro umgesetzt wurden.

Bei Facebook haben sich inzwischen viele ehemalige Pferdehalter zusammengeschlossen. Allein die Gruppe "Vermisste Pferde oder kennt Ihr dieses Pferd" hat fast 15.000 Mitglieder. Immer wieder fällt dort auch der Name des Mannes aus Gifhorn.

Hier geht es zum NDR-Beitrag.

Wir haben bei der Polizei nachgefragt, ob und inwiefern gegen den Mann ermittelt wird.