Gifhorn 

Ernstfall geprobt: Meinerser bekämpfen Flammen

18 Kräfte übten den Ernstfall.
18 Kräfte übten den Ernstfall.
Foto: Carsten Schaffhauser / Samtgemeindepressesprecher

Meinersen/Helmstedt. Um Menschen aus brennenden oder verrauchten Gebäuden zu retten und Flammen zu bekämpfen, muss die Feuerwehr unter Atemschutz arbeiten. Dieser Job gehört zu den gefährlichsten bei der Feuerwehr. Es geht heiß her, im wahrsten Sinne.

Genau deswegen werden die Einsatzkräfte nicht nur regelmäßig untersucht, sondern auch theoretisch geschult. "Doch eines können die Ausbildungen in der Regel nicht vermitteln: Wie es sich anfühlt, wenn das Feuer immer dichter kommt, die Luft unerträglich heiß wird und die Flammen einem über den Kopf schlagen", so Samtgemeindepressesprecher Carsten Schaffhauser am Mittwoch, 4. Oktober.

Extra Räume

Darum besuchten jetzt 18 Atemschutzgeräteträger der Samtgemeinde Meinersen die Firma "Feurex Nord" in Helmstedt, um mehrere Stunden lang genau dieses Szenario zu simulieren. Die Firma hat dafür eigens Räume, in denen mit Holzpaletten reales Feuer erzeugt und bekämpft werden kann.

"Zunächst einmal geht es unter einem Reifenstapel durch, damit werden beengte Verhältnisse simuliert und überprüft, ob Platzangst besteht“, so Marco Knuth, einer der Ausbilder. An weiteren Stationen gilt es in dem verrauchten Räumen Personen in Form von Puppen zu finden oder Hindernisse zu überwinden.

Auch Wasser ist gefährlich

"Wir legen sehr viel Wert auf Teamarbeit, das ist wichtig und kann einem im Einsatz das Leben retten", so Knuth weiter. In einem Raum wird gezeigt, das zu viel eingesetztes Löschwasser, welches dann verdampft, zur Gefahr für den Atemschutzgeräteträger werden kann. "Wir haben auf dem Weg auch einige Gefahrenstellen in Form von Kanistern oder Gasflaschen eingebaut, die die Feuerwehrleute in dem stockdunklen Raum erkennen müssen."

Im Anschluss ging es dann darum, ein echtes Feuer in einem Gebäude zu bekämpfen. Nach dem Türcheck auf Hitze wurde sie geöffnet und der Innenraum mit mehreren Sprühstößen abgekühlt. Anschließend ging der Trupp in den Raum vor, um hier das Feuer gezielt zu bekämpfen. "Die Feuerwehrleute lernen unter anderem, das Wasser richtig zu dosieren."

"Hat Spaß gemacht"

"Das hat Spaß gemacht, bei der Dampfbildung konnte man sehr gut die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung erkennen", sagte Oliver Hofmann von der Meinerser Feuerwehr. David Gräter von der Leiferder Wehr: "Besonders die verschiedenen Löschtechniken, die wir hier gezeigt bekommen haben, sind wichtige Erfahrungen."