Gifhorn 

Erdölleitung geplatzt: Großeinsatz bei Hankensbüttel

Aus einem Loch in der Erde blubbert ein Öl-Gas-Gemisch.
Aus einem Loch in der Erde blubbert ein Öl-Gas-Gemisch.
Foto: Bernd Behrens
  • Leck wohl schon seit längerer Zeit.
  • Große Mengen von Öl-Wasser-Gas-Gemisch ausgetreten.
  • Erdölförderung in Wasserschutzgebiet geplant.

Hankensbüttel. An der K122 bei Hankensbüttel ist eine Erdölleitung geplatzt; große Mengen eines Öl-Wasser-Gas-Gemisches ist offenbar bereits über eine längere Zeit hinweg ausgetreten; bemerkt wurde die Havarie allerdings erst in der Nacht zum Dienstag - vom Fahrer eines Rettungswagens.

Daraufhin war die Feuerwehr Hankensbüttel zur Schadensstelle nur wenige Meter entfernt vom Betrieb Exxon Mobilöl ausgerückt. Dort sprudelte die giftige Brühe aus der Erde und floss in einen Graben.

Spezialisten gefragt

Die Feuerwehr alarmierte noch einen weiteren Zug sowie den Gefahrgutzug Wahrenholz-Wesendorf nach. "Wir haben die Einsatzstelle gesichert, ausgeleuchtet und den Brandschutz hergestellt", so Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Christian Speitling. Spezialisten von Exxon legten dann die Leitung still.

Insgesamt waren rund 85 Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Exxon sowie des Umweltamtes des Landkreises vor Ort. Nach ersten Vermutungen muss der Graben ausgebaggert werden, damit kein Öl ins Grundwasser gelangt.

Politik fordert Umweltprüfung

Die Havarie dürfte sich auch auf die aktuelle Debatte um die geplante Erdölförderung im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde bei Hankensbüttel auswirken: Im Gifhorner Kreistag fordert die SPD - unterstützt von CDU, ULG und FDP - einen Stopp des Genehmigungsverfahrens beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.

Der Behörde liegen vier Anträge der Deutschen Erdöl AG (DEA) vor; das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres bereits Probebohrungen im Wasserschutzgebiet niedergebracht. Zum Ärger der Kreispolitiker hatte das Landesamt zuvor entschieden, dass dafür keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei.

Letzte Havarie vor einem Jahr

Erst vor knapp einem Jahr war es zu einem Leck in einer Leitung des ExxonMobil-Ölfeldes i9n der Nähe des Wittinger Ortsteils Gannerwinkel gekommen. Damals waren etwa acht Kubikmeter Rohöl und Wasser ausgetreten.

Der Beitrag wurde aktualisiert.

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