Gifhorn 

Erdöl-Havarie: Warum brach die Pipeline?

Aus einem Loch in der Erde blubberte ein Öl-Gas-Gemisch.
Aus einem Loch in der Erde blubberte ein Öl-Gas-Gemisch.
Foto: Bernd Behrens

Hankensbüttel. Warum ist die Erdölpipeline bei Hankensbüttel gebrochen? Die Antwort auf diese Frage könnte erst in einigen Wochen feststehen, deutet Heinke Traeger, Sprecherin des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover, gegenüber news38.de an.

Und: Sobald der Grund für die in der Nacht zum Dienstag bemerkte Havarie feststeht, geht es in einen "Ursachenvergleich", kündigte Traeger an: Denn erst im April vergangenen Jahres war im Wittinger Stadtteil Gannerwinkel ebenfalls eine Leitung des Öl-Multis ExxonMobile undicht. Von diesem Vergleich werde dann abhängen, ob das Landesamt als Aufsichtsbehörde eventuell die Auflagen für die Ölförderung im Landkreis Gifhorn verschärfe.

Rettungswagen-Fahrer bemerkt's

Am späten Montagabend hatte der Fahrer eines Rettungswagens direkt neben der K122 das aus dem Erdreich blubbernde Öl-Gas-Wasser-Gemisch bemerkt und Polizei sowie Feuerwehr alarmiert. Noch in der Nacht legten Exxon-Mitarbeiter die Leitung still.

So viel Öl ist ausgetreten

Exxon-Sprecher Klaus Torp beziffert die Menge des ausgetretenen Gemisches auf etwa zehn Kubikmeter - also 10.000 Liter. Es habe sich um sogenanntes Nassöl gehandelt, das nur zwei Prozent Rohöl enthalte.

Die Kreisverwaltung Gifhorn als Untere Wasserbehörde bezeichnete auf Nachfrage von news38.de die Auswirkungen der Havarie als eher klein. Es sei von "einer geringen Schadwirkung für die Umwelt" auszugehen.

Derzeit werde der verunreinigte Boden ausgekoffert und "ordnungsgemäß entsorgt"; ein Gutachter überwache die Sanierung.