Gifhorn 

Post im Streikmodus: Briefe kommen später

Mitarbeiter der Deutschen Post streiken. (Archivbild)
Mitarbeiter der Deutschen Post streiken. (Archivbild)
Foto: Patrick Seeger/dpa

Hannover/Gifhorn/Braunschweig. Im Tarifkonflikt bei der Post hat die Gewerkschaft Verdi für Freitag zum Warnstreik in Niedersachsen aufgerufen. Am Standort Hannover sollten sich rund 400 Beschäftigte an einer Demonstration beteiligen. Davon kommen rund 100 aus den Regionen Gifhorn und Braunschweig, sagte Gewerkschaftssekretär Sven Paschke zu news38.de.

Könnte länger dauern

Es werde zu Einschränkungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen in Niedersachsen und Bremen kommen, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag, 22. Februar, mit. Zuvor gab es demnach Aktionen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Sechs Prozent mehr

In drei Verhandlungsrunden hat die Post Verdi zufolge kein akzeptables Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland, was der Post-Chefetage zu viel ist.

Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen, außerdem fordert die Gewerkschaft die Möglichkeit, die Tariferhöhung in freie Zeit umzuwandeln. In Niedersachsen beschäftigt die Post rund 12.000 Menschen.

Es läuft gut

Der international tätige Bonner Konzern steht wirtschaftlich gesehen derzeit gut da. Wachstumsmotor sind der Online-Handel und das globale Expressgeschäft. Die Briefmenge schrumpft hingegen.