Gifhorn 

War's das? Dem Glockenpalast droht der Abriss

Height Tech
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Gifhorn. Gehört der Glockenpalast bald der Vergangenheit an? Zumindest soll Mühlenmuseums-Chef Horst Wrobel bei der Stadt Gifhorn beantragt haben, den leerstehenden Palast komplett oder teilweise abzureißen.

Die "Aller-Zeitung" zitiert aus einem Schreiben Wrobels an Bürgermeister Matthias Nerlich. Er sehe sich gezwungen, sich von dem Bauwerk zu trennen. Es müsse ab kommendem Jahr anderweitig genutzt werden.

Was konkret passieren soll, lässt Wrobel aber offen. Laut "Gifhorner Rundschau" will Wrobel das Bauwerk verkaufen; ein Maklerbüro biete es in seinem Namen europaweit an.

Die Schuld für die Misere sieht der 83-Jährige bei Stadt und beim Landkreis; von "mangelnder Unterstützung" ist die Rede. Den Schuh will sich die Stadt nicht anziehen. Nerlich sagte der AZ, dass der Glockenpalast auf die private Initiative Wrobels entstanden ist und es anfangs keine Abstimmung über Umsetzung und Inhalte mit der Stadt gegeben habe.

1996 hatte der frühere Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow den Grundstein für das imposante und auffällige Gebäude gelegt. Es sollte als Kulturinstitut Kunsthandwerker aus Ost und West anlocken. Wirtschaftlich ging die Rechnung nie auf.