Gifhorn 

Minister zur Kita-Hetze: "Perfides und widerliches Gedankengut"

Baran (links) und Hira spielen während der Eröffnung des christlich-muslimischen Kindergartens "Abrahams Kinder" an einem Tisch. Hinter dem neuen Projekt stehen die muslimische DITIB-Moschee in Gifhorn, die katholische St. Altfrid-Gemeinde und die evangelische Dachstiftung Diakonie (Archivbild).
Baran (links) und Hira spielen während der Eröffnung des christlich-muslimischen Kindergartens "Abrahams Kinder" an einem Tisch. Hinter dem neuen Projekt stehen die muslimische DITIB-Moschee in Gifhorn, die katholische St. Altfrid-Gemeinde und die evangelische Dachstiftung Diakonie (Archivbild).
Foto: dpa

Gifhorn/Hannover. Die Hetz-Flyer gegen die christlich-muslimische Kita in Gifhorn haben jetzt auch die Landespolitik auf den Plan gerufen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne äußert sich entsetzt über die Kampagne gegen die Kita "Abrahams Kinder".

In einer Audiobotschaft sagt der SPD-Politiker, es könne nicht sein, dass jetzt auch schon Kinder instrumentalisiert werden, um perfides und widerliches Gedankengut in die Welt zu tragen. "Diese Kita steht für all das, was wir uns gesellschaftlich wünschen: Nämlich für Toleranz, für ein Miteinander, für einen Dialog auch zwischen den Religionen."

Das sei wertvoll und habe unsere Solidarität verdient. "Ich verurteile diese Vorfälle und den Versuch des gegeneinander Aufhetzens aufs Schärfste", so Tonne.

Seit Mai machen Unbekannte mit Flyern Stimmung gegen die bundesweit erste christlich-muslimische Kita. Zuletzt waren sie auch in evangelischen und katholischen Kirchen ausgelegt worden. Der Kita-Trägerkreis will jetzt Anzeige erstatten. Parteien, deren Logos ohne ihr Wissen auf den Schreiben gedruckt waren, haben das bereits getan.