Gifhorn 

Tiefer als gedacht: Ausgrabungen auf dem Hünenkamp

Die Ausgrabungsmannschaft vor dem Grabenprofil. Von links: Rolf Baalmann, Heinz Gabriel, Armin Winnat, Michael Olfermann, Anton Kusmin, Sabine Kreipe-Winnat, Dr. Ingo Eichfeld.
Die Ausgrabungsmannschaft vor dem Grabenprofil. Von links: Rolf Baalmann, Heinz Gabriel, Armin Winnat, Michael Olfermann, Anton Kusmin, Sabine Kreipe-Winnat, Dr. Ingo Eichfeld.
Foto: Landkreis Gifhorn

Wittingen. Forscher gehen den Geheimnissen des Hünenkamps auf den Grund: Bald könnte feststehen aus welcher Zeit der Wall stammt.

Noch bis 1970 waren in einem Waldgelände südlich des Wittinger Hafens, zwischen Glüsingen und Wunderbüttel noch Wälle und Gräben zu sehen - sie fielen der Flurbereinigung zum Opfer. Archäologen versuchen nun herauszufinden, aus welcher Zeit die Anlagen stammen.

Anlage größer als gedacht

Luftbild-Auswertungen und Bohrungen zeigten den Forschern Ingo Eichfeld und Heinz Gabriel, dass noch immer unterirdische Strukturen der Wallanlage erhalten sind. Der gewaltige Ringwall hatte ursprünglich einen Durchmesser von mehr als 400 Meter.

Die Forscher führten am vergangenen Wochenende eine Grabung durch. "Dass der Graben fast 2 Meter tief gewesen ist, damit haben wir nicht gerechnet", sagt Gabriel.

Holzkohle wird untersucht

In den Gräben lagen keine Tonscherben oder Steinartefakte, es wurden jedoch Holzkohlereste geborgen, die in einem Labor mittels Radiokarbondatierung untersucht werden sollen. Mit dem Ergebnis ist in einigen Monaten zu rechnen.