Gifhorn 

Brandserie am Erikasee: Gibt's den großen Feuerteufel?

50 Wehrleute aus Gamsen, Wilsche und Neubokel waren in der Nacht zum Sonntag im Einsatz.
50 Wehrleute aus Gamsen, Wilsche und Neubokel waren in der Nacht zum Sonntag im Einsatz.
Foto: Bernd Behrens

Gifhorn. Beim Brand eines Wohnwagens am Wochenende am Erikasee "muss eine Außeneinwirkung stattgefunden haben - wir können einen technischen Defekt ausschließen", sagt Polizeisprecher Thomas Reuter.

Allerdings scheint dies in der Serie der Wohnwagenbrände in diesem Jahr eher die Ausnahme zu sein: "Es macht ja die Runde, dass der große Feuerteufel umgeht" - doch dafür haben die Ermittler keinerlei Hinweise. Eher Belege dafür, dass "veraltete Infrastruktur" für die Brände verantwortlich war, wie es Reuter ausdrückt.

Sprich: Marode Elektroinstallationen dürften in den meisten Fällen die "Brandstifter" gewesen sein..

Wohnwagen hatte keinen Strom

Im aktuellen Fall ist das anders: Der in der Nacht zum Sonntag auf dem Campingplatz "Sonnenschein" ausgebrannte Wohnwagen hatte keinen Stromanschluss.

Also doch ein Feuerteufel am Erikasee? Nicht unbedingt: "Wir haben bislang keine konkreten Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung, wir haben keine Brandbeschleuniger gefunden", betont Reuter. Eine achtlos weggeworfene Zigarette könnte also der Auslöser gewesen sein.

Feuerwand im Juli

Camper in Sorge

Währenddessen machen sich Camper am Erikasee große Sorgen um die Sicherheit - sowohl ihrer Wagen als auch ihrer persönlichen. Zwar ist die Campingsaison so gut wie vorbei. Doch angesichts zahlreicher Brände in diesem Jahr habe man sich immer mit einem mulmigen Gefühl schlafen gelegt, schilderte eine Betroffene gegenüber news38.de

Für die Gifhorner Polizei indes haben die meisten Feuer einen völlig unkriminellen Hintergrund: "Man muss sich nicht wundern bei so alten Anlagen", kommentiert Reuter. Seines Wissens nach sei der Zustand inzwischen auch ein Thema für die Stadt.

Stadt weiß von nichts

Rathaus-Sprecherin Annette Siemer jedoch dementiert: "Es liegen der Stadt keine Hinweise vor, dass es Probleme mit Leitungen geben würde." Es gebe deshalb auch "keine Grundlage für Modernisierungsauflagen beziehungsweise Nutzungsuntersagungen gegenüber den Betreibern der Campingplätze".