Gifhorn 

Tierschützer aus Gifhorn appellieren: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

"Ein Tier ist ein Lebewesen, für das man Verantwortung übernimmt", heißt es (Symbolbild).
"Ein Tier ist ein Lebewesen, für das man Verantwortung übernimmt", heißt es (Symbolbild).
Foto: Gellinger/pixabay

Gifhorn/Ribbesbüttel. Weihnachten steht vor der Tür. Haustiere stehen oft oben auf dem Wunschzettel – vor allem Kinder wünschen sich einen Hundewelpen, ein Kätzchen oder Kaninchen. Das kann durchaus gut gehen. Oder auch nicht.

Tierschützer aus Gifhorn appellieren

Daher warnt der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. davor, Tiere einfach so zu verschenken ohne sich vorher groß mit dem Thema beschäftigt zu haben. Denn in der Vorstellung ist ein Haustier sicher süß und niedlich, in der Realität aber braucht es Aufmerksamkeit, kostet Geld und muss gepflegt werden.

Verschenkte Tiere landen oft im Heim

Jedes Jahr landen verschenkte Tiere dann später im Tierheim, weil die Besitzer überfordert waren. Daher empfehlen die Tierschützer, sich immer gründlich - und vor allem gemeinsam - auf ein mögliches neues Familienmitglied vorzubereiten.

"Ein Tier ist ein Lebewesen!"

"Wer einen Liebsten zu Weihnachten mit einem tierischen Geschenk überraschen will, bedenkt nicht, dass ein Tier kein Kleidungsstück oder Spielzeug ist, welches man im Zweifel auch wieder zurückgeben kann“, sagt die Vereinsvorsitzende Gabriele Asseburg-Schwalki.

"Ein Tier ist ein Lebewesen, für das man Verantwortung übernimmt und das man nur ganz bewusst und in Rücksprache mit allen Beteiligten bei sich aufnehmen sollte.“

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Freude verfliegt schnell

Nach den Feiertagen aber oft auch erst im Laufe des neuen Jahres werden viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben.

Die Gründe dafür sind ganz verschieden: Spontane Urlaubspläne, unerwartete Kosten oder einfach die bis dahin unbekannten Anforderungen an eine artgerechte Haltung des Tieres lassen die Freude über ein neues Familienmitglied teils schnell vergehen.

Verantwortung liegt bei den Eltern

Oft bemerken Eltern auch erst zu spät, dass ein Großteil der Versorgung - das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen - an ihnen hängen bleibt. "Als Eltern sollte man sich bewusst sein, dass ein Kind alleine nie die Verantwortung für ein Haustier tragen kann und darf“, sagt Asseburg-Schwalki.

Adoption erst nach Weihnachten

Wer ein Tier bei sich in der Familie aufnehmen möchte, dem empfiehlt der Tierschutzverein, sich im Vorfeld ausführlich über dessen Bedürfnisse zu informieren und das Für und Wider abzuwägen. Fällt die Entscheidung für ein Tier, lohnt ein erster Gang ins Tierheim, wo Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause warten.

Zu viel Festtagstrubel

Das Know-how und die Erfahrung der Tierpfleger mit ihren Schützlingen können zudem helfen, das passende Tier zu finden. Doch auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist, ist Weihnachten mit all dem Trubel nicht der ideale Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners, so der Tierschutzverein.

Wer zu Weihnachten trotzdem "etwas Tierisches" verschenken möchte, kann zu guter Ratgeberlektüre über artgerechte Tierhaltung oder zu geeignetem Heimtierzubehör greifen. (ck)