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Gifhorn 

Am Jahresende Prämien sichern

Ganzheitliche Beratung des Kunden steht bei der Volksbank im Mittelpunkt. Das gilt natürlich nicht nur zum Jahreswechsel. Doch gerade jetzt kann es sich lohnen, bei seinen Finanzangelegenheiten aktiv zu werden, um bestimmte Fristen einzuhalten. Geschäftsstellenleiterin Nicole Kahl erklärt, was zu bedenken ist.

Die meisten Deutschen sind Bausparer, was sollte bis zum Jahresende geregelt werden?

Schließt man vor dem Jahresende noch einen neuen Bausparvertrag ab, zählt dieses Jahr komplett zu den sieben Jahren Laufzeit, die ein Bausparvertrag in der Regel existieren muss, um die Wohnungsbauprämie zu bekommen. Wer bisher vergessen hatte, bei einem bestehenden Bausparvertrag den Antrag auf Wohnungsbauprämie einzureichen, kann bis 31. Dezember noch die Prämie für 2016 rückwirkend beantragen. Generell ist ein Bausparvertrag gerade bei dem aktuell günstigen Zins- und Darlehenssatz zu empfehlen, denn dieser ist für die gesamte Laufzeit garantiert.

Wie sieht es aus bei vermögenswirksamen Leistungen?

Dabei gilt die Laufzeit von sieben Jahren. Bei einem Neuabschluss noch im Dezember 2018 beginnt man im Januar schon im zweiten Laufzeitjahr und spart so fast ein ganzes Jahr ein, bis man frei über das Guthaben verfügen kann. Bei einem Jahreseinkommen bis zu etwa 17.900 Euro erhält man die Arbeitnehmersparzulage. Das ist gerade interessant für Geringverdiener, Auszubildende oder Menschen, die in Teilzeit arbeiten.

Gibt es Tipps zum Thema Altersvorsorge?

Es kann von Vorteil sein, sich noch vor dem Jahreswechsel zu kümmern. Denn alle Einzahlungen oder Sparraten, die bis Jahresende getätigt werden, können sich zum Beispiel noch steuerlich auswirken. Zusätzlich sollte man als Arbeitnehmer natürlich die Riester-Rente nicht vergessen.

Was ist bei der Riester-Rente zu beachten?

Bei einem Riester-Vertrag geht es um jährliche Zulagen in Höhe von 175 Euro pro Person zuzüglich 300 Euro pro Kind (wenn das Kind nach 2008 geboren ist, ansonsten sind es 185 Euro). Durch die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge erhalten Sparer zusätzlich eine Steuerförderung von bis zu 800 Euro. Daraus ergibt sich eine Förderquote von bis zu 50 Prozent. Deshalb lohnt es sich nach wie vor, einen Riester-Vertrag abzuschließen, wenn man noch keinen hat. Für junge Leute bis 25 Jahre gibt es übrigens einmalig einen Berufsstarterbonus von zusätzlich 200 Euro – alle aus dem Jahrgang 1993 haben also in diesem Jahr die letzte Chance, sich diesen Bonus zu sichern.

Wie sieht es mit schon bestehenden Verträgen aus?

Bei einem schon bestehenden Riester-Vertrag sollte geprüft werden, ob für dieses Jahr genügend eingezahlt wurde, um tatsächlich die volle Prämie für das gesamte Jahr zu erhalten. Außerdem vergessen auch hierbei manche, die Zulagen zu beantragen. Bis Jahresende kann man noch die Zulagen für 2016 beantragen. Wir empfehlen daher generell die Einrichtung eines Dauerzulagenantrags. Wird der Vertragsabschluss noch bis Mitte Dezember abgewickelt, wird die volle Zulage für 2018 ausgezahlt.

Gibt es spezielle Hinweise für Selbstständige?

Viele Selbstständige können erst zum Jahresende überblicken, wie gut das Jahr einkommensmäßig gelaufen ist. Für sie ist deshalb jetzt der geeignete Zeitpunkt, über den Abschluss einer Basis- oder Rürup-Rente nachzudenken. Wer diese schon hat, dem empfehle ich, eine Aufstockung oder zusätzliche Einmalzahlung zu überlegen. Jede Einzahlung senkt die Steuerlast zugunsten der Altersvorsorge. Maximal können bis zu 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei Ehegatten beziehungsweise Lebenspartnern eingezahlt werden. Davon sind in diesem Jahr 86 Prozent absetzbar, im nächsten Jahr 88 Prozent und so weiter.

Jahresende bedeutet immer auch Zinszahlungen. Was ist mit der Abgeltungssteuer?

Wenn man mehr als 801 Euro Zinsen pro Jahr erzielt, wird man steuerpflichtig. Das heißt, es sind 25 Prozent Abgeltungssteuer zu zahlen. Deshalb ist es extrem wichtig, jedes Jahr die Freistellungsaufträge zu prüfen oder überhaupt zu stellen, damit man keinen Steuerabzug bei den Zinsen hat. Durch die Verteilung bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung. Es lohnt es sich, Geldanlagen zu überprüfen, um zum Beispiel Zinserträge auf mehrere Jahre zu verteilen oder auf einen späteren Zeitraum zu verschieben, wo zum Beispiel durch den Renteneintritt die individuelle Steuerbelastung sinkt.

Wie sieht Ihre Beratung aus?

Jeder Kunde ist anders, hat andere Ziele und Wünsche, eine andere Lebenssituation und setzt andere Prioritäten. Deshalb gibt es bei uns keine Angebote „von der Stange“, sondern ich setze mich als Berater mit meinen Kunden regelmäßig auseinander und spreche mit ihnen. Dabei geht es um die persönliche Lebenssituation, Wünsche und Pläne. Vielleicht haben sich Veränderungen ergeben, wie durch einen Umzug, Heirat oder die Geburt eines Kindes. Spätestens dann ist es sinnvoll, eine bestehende Finanzplanung zu prüfen und anzupassen. Mir ist dabei wichtig, immer einen ganzheitlichen Blick auf alles zu behalten: Immobilien, Vermögen, Vorsorge für das Alter und im Todesfall, Absicherung durch Versicherungen sowie individuelle Wünsche, wie ein neues Auto. Mir bedeutet dieser persönliche Kontakt sehr viel, weil ich nur so meine Kunden am besten kennenlerne. Dass der Kunde letztlich dadurch profitiert, dass ich ihm so immer die bestmögliche Lösung anbieten kann, versteht sich von selbst. Aber auch die Bank hat dadurch Vorteile, denn ein zufriedener Kunde kommt gern wieder.

Terminvereinbarungen sind jederzeit möglich: www.vbsila.de/8bis8

Gifhorn 

Einsatz für Vierbeiner in Not: Eva Fenske aus Triangel hat ein Herz für Tiere

Eva Fenske aus Triangel mit ihren Hunden Daggi, Lexi und Pepe.
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Foto: privat
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