Gifhorn 

Missbrauchsvorwürfe in Gifhorn: Erzieherin in U-Haft – sie will aber trotzdem Gehalt

Ein Mann und seine Frau sollen in einer Wohngruppe in Gifhorn Minderjährige missbraucht haben. (Symbolfoto)
Ein Mann und seine Frau sollen in einer Wohngruppe in Gifhorn Minderjährige missbraucht haben. (Symbolfoto)
Foto: Imago/Manja Elsässer

Gifhorn. Im Rechtsstreit zwischen einer unter Misshandlungsverdacht stehenden Pädagogin und deren Arbeitgeber hat es am Freitag keine Einigung gegeben. "Die Güteverhandlung blieb ohne Erfolg", sagte ein Sprecher des Braunschweiger Arbeitsgerichts.

Die Frau ist ihm zufolge seit Januar freigestellt und bekommt seitdem kein Geld mehr. Dagegen wehrt sie sich vor Gericht. Im Fall des als Haupttäter beschuldigten Ehemanns, der dieselbe Forderung stellt, soll Ende April erstmals verhandelt werden.

Missbrauchsvorwürfe in Gifhorn gegen Erzieher

Gegen das Pädagogen-Ehepaar aus dem Raum Gifhorn wurden im März Haftbefehle erlassen. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelt wegen Verdachts des Missbrauchs und der Misshandlung hilfebedürftiger Menschen in einer Wohngruppe, für die das Paar seit etwa 25 Jahren zuständig war. Der Mann soll vier weibliche Mitglieder der Gruppe zwischen 1998 und 2007 sexuell missbraucht und misshandelt haben.

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Erzieherin soll an Missbrauch beteiligt gewesen sein

Die Frau soll sich in einem Fall an den Misshandlungen beteiligt und in vier Fällen gegen Misshandlungen nichts unternommen haben. Die Opfer waren zum Tatzeitpunkt überwiegend noch im Kindesalter, im Januar erstattete eine inzwischen Erwachsene Anzeige. Über die Vergütungsansprüche der Frau soll im August weiter verhandelt werden. (dpa)