Gifhorn 

Giftige Raupen in der Region: So bekämpft der Landkreis Gifhorn den Eichenprozessionsspinner

Das Nesselgift in den Härchen der Raupen ist für Menschen gefährlich. (Archivbild)
Das Nesselgift in den Härchen der Raupen ist für Menschen gefährlich. (Archivbild)
Foto: dpa

Gifhorn. Im Landkreis Gifhorn startet voraussichtlich in der zweiten Maiwoche die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Der Schwerpunkt der Bekämpfungsaktion sol laut Angaben des Landkreises in der Samtgemeinde Brome liegen.

Die Raupen sollen demnach aus der Luft und vom Boden bekämpft werden. Der genaue Zeitpunkt sei abhängig vom Entwicklungsstadium der Raupen und vom Blattaustrieb der Eichen und wird kurzfristig bekannt gegeben. Voraussichtlich werden die Maßnahmen aber in der 19. Kalenderwoche beginnen.

Bekämpft werden die Tiere, weil die Raupe des Eichenprozessionsspinners ab der dritten Entwicklungsstufe giftige Brennhaare entwickelt, die beim Menschen und auch bei Tieren zu allergischen Reaktionen führen können.

So werden die Raupen bekämpft

Dabei werden an einigen Straßen die mit der Raupe befallenen Eichen mit dem biologischen Wirkstoff bacillus thuringiensis behandelt. Dieses Mittel aus einem Hubschrauber auf die Eichen gesprüht und von den Raupen mit den Eichenblättern verzehrt. Das Mittel lässt die Raupen austrocknen. Bei Menschen ist das biologisch abbaubare Mittel wirkungslos.

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Wegen des Hubschraubers muss jeweils die Straße, an der die Bäume behandelt werden, jeweils kurzfristig für 15 Minuten gesperrt werden.

Welche Straßen betroffen sind, kann den Karten entnommen werden, die auf der Homepage des Landkreises Gifhorn unter www.gifhorn.de/eichenprozessionsspinner/ veröffentlicht sind. Sie liegen auch in den Städten und Samtgemeinden zur Einsicht aus.

Durch den in niedriger Höhe fliegenden Hubschrauber können Weidetiere (insbesondere Pferde, Kühe) aufgeschreckt werden, so dass Verletzungsgefahr für die Tiere besteht. Tierhalter werden deshalb gebeten, sich über die Befliegung zu informieren und am Tage der Befliegung ihre Tiere anderweitig unterzubringen.

An welchem Tag die Bekämpfung konkret stattfindet, wird rechtzeitig bekannt gemacht. Als Ansprechpartner für weitere Fragen, insbesondere zu gesundheitlichen Fragen, steht der Amtsarzt, Herr Josef Kraft, unter der Telefonnummer 05371 82-700 und für veterinärbezogene Fragen der Amtstierarzt, Herr Dr. Mario Ruppert, 05371 82-391 zur Verfügung.