Gifhorn 

Eichenprozessionsspinner in Gifhorn: Das Gift kam diesmal aus der Luft

Eichenprozessionsspinner: Das Nesselgift in den Härchen der Raupen ist für Menschen gefährlich. (Archivbild)
Eichenprozessionsspinner: Das Nesselgift in den Härchen der Raupen ist für Menschen gefährlich. (Archivbild)
Foto: dpa

Gifhorn. Zum ersten Mal ist der Eichenprozessionsspinner in Gifhorn aus der Luft bekämpft worden. Von einem Hubschrauber aus wurde Fraßgift auf etwa 400 Hektar Fläche versprüht. An beiden Seiten waren jeweils 13 Meter lange Sprüh-Gestänge montiert. Am Donnerstag zog der Landkreis Gifhorn Bilanz der Aktion.

Hubschrauber über dem Landkreis Gifhorn

Insgesamt 21 Flüge hat der Hubschrauber demnach absolviert; 13 am Montag und acht am Dienstag. Schwerpunkt der Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung sei die Samtgemeinde Brome gewesen.

Eine große Herausforderung seien die notwendigen Straßensperrungen gewesen, heißt es. Leider sei es dabei auch zu kurzfristigen Behinderungen gekommen. "Die Gesundheitsgefahren, die von dem Eichenprozessionsspinner ausgehen,rechtfertigen jedoch diese vorübergehenden Einschränkungen", so der Landkreis.

Gift gegen Eichenprozessionsspinner

Das Fraßgift basiere auf dem biologischen Wirkstoff "Bacillus thuringiensis" und sei für Menschen nicht giftig. Umweltaspekte seien berücksichtigt worden. Außerdem sei ein Bürgertelefon eingereichtet, wo sich die Gifhorner alle Infos holen konnten – vor allem zu gesundheitlichen oder tiermedizinischen Fragen.

"Die zweitägige Aktion aus der Luft ist reibungslos verlaufen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die zum Erfolg der Aktion beigetragen haben", so Landrat Andreas Ebel (CDU). Inwiefern die Aktion gegen die Verbreitung des den Eichenprozessionsspinners erfolgreich war, bleibt abzuwarten.

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Zumal der Kampf gegen die Raupen am Boden auch noch weitergeht - da, wo der Hubschrauber nicht hin kam. Einzelne Bäume werden laut Landkreis noch chemisch behandelt, Raupen würden abgesaugt. (ck)