Gifhorn 

Drama in Leiferde: Wo ist der kleine Storch geblieben?

Fridolin und Mai füttern und bewachen ihr Kleines - aber was ist mit dem anderen Jungtier?
Fridolin und Mai füttern und bewachen ihr Kleines - aber was ist mit dem anderen Jungtier?
Foto: Storchencam Leiferde/Screenshot

Leiferde. Am ersten Mai haben sich zwei kleine Jungstörche aus ihren Eierschalen befreit und das Licht der Welt erblickt. Seither haben die stolzen Storcheneltern Mai und Fridolin ihren Nachwuchs in ihrem Nest in Leiferde im Landkreis Gifhorn eifrig gewärmt, gefüttert und gepflegt.

Doch nun der Schreck: Eines der Jungtiere ist nicht mehr im Nest zu sehen. Das Geschwisterchen dagegen ist kaum zu übersehen und hat in den vergangenen Tagen ordentlich zugelegt und ist gewachsen.

"Wahrscheinlich war er tot"

Wie Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde gegenüber news38.de mitteilte, hatte einer der Altstörche am Sonntag einen kleinen Jungstorch seitlich an Nest gelegt. "Wahrscheinlich war er tot".

--------------------------------

Mehr aus Gifhorn:

--------------------------------

War es in Gifhorn einfach zu kalt?

Wie es dazu kommen konnte, erklärt sie sich so: "Im Landkreis Gifhorn sind durch die kalten Temperaturen in dieser Zeit nachts schon einige Storchengelege beziehungsweise Jungstörche gestorben. Der verbliebende Jungstorch entwickelt sich aber gut."

Einen Namen habe der Nachwuchs von Fridolin und Mai noch nicht. Es sei bei Störchen allerdings nicht von außen zu erkennen, welches Geschlecht er hat. Selbst bei erwachsenen Tieren sei dies fast unmöglich.

>>>>>>>>>>>> Hier mehr zum Nachwuchs von Mai und Fridolin aus Leiferde lesen <<<<<<<<<<<<<

Mai und Fridolin waren wie erwartet im Frühjahr wieder in Leiferde gelandet. Pünktlich zum 1. April wurde dann gebrütet. Dabei hatten sich die beiden Altstörche immer wieder abgewechselt.

Nicht der erste Nachwuchs, der nicht überlebt

Bereits im vergangenen Jahr hatten es nicht alle Mini-Störche von Mai und Fridolin geschafft. Aufgrund der damals andauernden Trockenzeit hatten die Altstörche nicht ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs finden können. Die Konsequenz war so grausam wie natürlich: Drei der vier Kleinen wurden aus dem Nest geworfen.

>>>>>>>>>>>> Hier mehr zu der Trockenheit und Nahrungsnot der Störche lesen <<<<<<<<<<<<<

Nachdem auch in diesem Jahr ein Jungtier ums Leben gekommen ist, wird gehofft, dass der verbliebene Nachwuchs aus eigener Kraft das Nest der Eltern verlassen kann.