Gifhorn 

Sabotage in Gifhorn: Zerstören militante Tierschützer Nutria-Fallen an der Oker?

Die Jagd auf Nutrias im Landkreis Gifhorn wird den Zuständigen derzeit sehr schwer gemacht. (Archivbild)
Die Jagd auf Nutrias im Landkreis Gifhorn wird den Zuständigen derzeit sehr schwer gemacht. (Archivbild)
Foto: dpa

Gifhorn. Unbekannte scheinen etwas dagegen zu haben, dass im Landkreis Gifhorn bei Dalldorf Nutrias mit Lebendfallen gefangen werden sollen. Jetzt ist die Polizei eingeschaltet worden. Das geht aus einer Mitteilung der Jägerschaft Gifhorn hervor.

Demnach werde bereits seit gut zehn Monaten mit Lebendfallen Jagd auf die Tiere gemacht. Die Nutrias untergraben die Uferbereiche an der Oker im Landkreis und richten so gefährliche Schäden an, heißt es in der Mitteilung. Aus diesem Grund werden seither die Aktivitäten der Tiere mit Kameras beoachtet und mit Lebendfallen eingefangen.

Gifhorn: Erste Fälle vor drei Monaten

Vor rund drei Monaten sollen dann die ersten Manipulationen begonnen haben. Die Auslöser der mit Folie und Sand abgedeckten Fallen wurden "zugetreten". In den vergangenen drei Wochen habe es nun immer mehr solcher Vorfälle gegeben.

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Zuletzt sei sogar eine der Fallen samt Kamera und SD-Karte in der Oker gelandet. Auch gebe es Anzeichen dafür, dass bereits gefangene Tiere wieder freigelassen worden seien.

Polizei in Gifhorn ermittelt in alle Richtungen

Die zuständigen Jäger gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um Ortskundige handelt, da die Fallen nicht ohne Weiteres zu erkennen seien. Man habe nun Anzeige wegen Sachbeschädigung, Diebstahl und Wilderei gegen Unbekannt erstattet.

Laut Angaben von Polizeisprecher Thomas Reuter habe die Polizei in Gifhorn bislang noch keine Hinweise auf die Täter. Es könne sich bei diesen um militante Tierschützer, übermütige Jugendliche aber auch einfach um Betrunkene handeln. "Wir ermitteln derzeit noch in alle Richtungen", so Reuter. (mvg)